Wirtschaft : Automobilkonzern: Opel braucht länger für Sanierung

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Die Verabschiedung des Sanierungsplans "Olympia" beim Automibilkonzern Opel verzögert sich erneut. Wahrscheinlich dauert es jetzt bis Mitte November, bis das Sanierungsprogramm steht. "Dieser Zeitraum ist realistisch", verlautete am Wochenende aus Unternehmenskreisen. Opel-Vorstandschef Carl-Peter Forster wollte ursprünglich bereits Ende September die Details von "Olympia" vorlegen.

Wegen der neuerlichen Verzögerung lässt sich auch der Termin für die außerordentliche Aufsichtsratssitzung, der für den 17. Oktober geplant war, nicht mehr halten. Bei Opel wird jetzt erwartet, dass es Anfang November zum Treffen des Kontrollgremiums kommen wird.

Die Rüsselsheimer Adam Opel AG leidet unter dem schwachen Interesse der Kunden an ihren Modellen. Vorstandschef Forster hatte bereits im August angekündigt, dass das Tochterunternehmen vom weltgrößten Automobilkonzern General Motors (GM) die Jahreskapazität für 350 000 Fahrzeuge aufgeben müsse. Von dem Sanierungsprogramm seien alle europäischen Werke betroffen. Die Verhandlungen zwischen der Unternehmensleitung und den Betriebsräten waren am vergangenen Dienstag ergebnislos vertagt worden.

Der europäische Betriebsrat von Opel hat zwar am Dienstag den europäischen Rahmenvertrag für das Sanierungsprogramm "Olympia" unterzeichnet. Details über einen möglichen Arbeitsplatzabbau und die Ausgliederung von Unternehmensteilen blieben aber weiter unklar. Mit "Olympia" will Opel-Chef Forster rund vier Milliarden Mark einsparen und das Unternehmen bis 2003 wieder in die Gewinnzone zurückbringen.

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