Wirtschaft : Automobilunternehmen übernimmt Mitsubishi

Die Führungsspitze des DaimlerChrysler-Konzerns hat mit einer grundsätzlichen Neuorientierung begonnen. Am Montag gab der Vorstand des deutsch-amerikanischen Automobilkonzerns mit der Übernahme des japanischen Autobauers Mitsubishi Motors nicht nur den stärkeren Einstieg in den Kleinwagen-Markt und in das Asiengeschäft bekannt. DaimlerChrysler-Chef Jürgen E. Schrempp steuert mit dem Verkauf des Debis-Systemhauses an die Telekom AG auch einen ganz klaren Konzentrationskurs hin zur Automobilfertigung.

Auf dem Wege einer Kapitalerhöhung übernimmt DaimlerChrysler 34 Prozent an Mitsubishi und wird damit zum drittgrößten Automibilkonzern der Welt. Mit dem Einstieg sieht Vorstandschef Schrempp DaimlerChrysler jetz als globales Automobilunternehmen. "Wir können jetzt wirklich von einer Welt AG sprechen." Durch die Verbindung der beiden Unternehmen gebe es erhebliche Synergieeffekte und große Wachstumschancen. Konkrete Zahlen nannte Schrempp nicht. Bis zum Frühherbst soll die Allianz endgültig unter Dach und Fach sein. DaimlerChrysler zahlt rund vier Milliarden Mark (2,1 Milliarden Euro) für den Einstieg bei Mitsubishi. Das Unternehmen ist damit künftig größter Aktionär und mit drei Managern im Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens vertreten.

Im dem seit Monaten tobenden Milliardenpoker um den Zuschlag für den Informationstechnik-Dienstleister Debis Systemhaus hat die Deutsche Telekom das Rennen gemacht. Das Unternehmen werde im Wege einer Kapitalerhöhung 50,1 Prozent der DaimlerChrysler-Tochter übernehmen, kündigte der Vorstandschef Ron Sommer an.

Um auf diesen Anteil zu kommen, werde die Telekom etwas mehr als 5,5 Milliarden Euro Kapital in debis Systemhaus einschießen. "Mit dieser Akquisition legen wir den Grundstein für den Aufbau eines globalen Telematik-Systemhauses im Zeichnen des T", sagte Sommer.

Die Stärken des debis Systemhauses würden sich in idealer Weise mit denen der Telekom und deren Töchtern DeTeSystem, und T-Nova ergänzen. Das Systemlösungsgeschäft wird bei der Telekom durch den Zukauf deutlich an Bedeutung gewinnen. In Europa wird die Telekom nach eigenen Angaben zum zweitgrößten Systemhaus hinter IBM aufsteigen. Beim Debis-Systemhaus sollen keine Arbeitsplätze abgebaut werden

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben