Wirtschaft : Automobilwirtschaft: Absatzrückgang in Amerika

Die Chrysler Group, die US-Tochter von Daimler-Chrysler, hat im Januar 2001 ebenso wie die Mercedes-Benz USA einen deutlichen Absatzverlust verbucht. Chrysler lieferte im Januar 16 Prozent weniger Autos aus als vor einem Jahr im gleichen Monat. Bei der Mercedes-Benz USA fiel der Januar-Verkauf gegenüber Januar 2000 um sieben Prozent auf 12 690 Autos. Dies haben die US-Töchter der Daimler-Chrysler AG am Donnerstag bekannt gegeben.

Die Mercedes-Benz USA verbuchte allerdings trotz des Rückgangs noch das zweitbeste Januar-Ergebnis, das die US-Vertriebstochter für Mercedes-Fahrzeuge je erzielt hatte. "Der Branchenabsatz war tatsächlich höher als erwartet. Wir haben im Januar auf Grund der Unsicherheit im Markt über unsere Erholung etwas an Fahrt verloren", erklärte Chrysler-Chef Dieter Zetsche.

Aber auch Ford, General Motors, die großen japanischen Anbieter Toyota, Nissan und Isuzu und die europäischen Hersteller Jaguar, Volvo und Land Rover litten unter rückläufigen Absatzzahlen. Die japanischen Firmen Honda, Mazda, Mitsubishi und Suzuki sowie die südkoreanischen Anbieter Hyundai und KIA legten hingegen deutlich zu. Dies geht aus den Zahlen der einzelnen Autofirmen hervor.

Bei Ford fiel der US-Gesamtabsatz im Januar gegenüber der Vorjahresvergleichszeit um elf Prozent auf 260 108 Einheiten zurück. General Motors verbuchte einen Rückgang um fünf Prozent auf 343 548 Fahrzeuge. Der Gesamtabsatz der in- und ausländischen Anbieter fiel aber im Januar 2001 überraschenderweise nur um rund sechs Prozent auf rund 1,2 Millionen Autos, während der Dezemberabsatz 2000 viel schwächer war. Im Gesamtjahr 2000 hatte es in den USA einen Rekordverkauf von 17,4 Millionen Autos gegeben. Für dieses Jahr rechnen die Autoexperten in Detroit und an der Wall Street mit einem Verkaufsrückschlag von 10 Prozent.

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