Automobilzulieferer : Schaeffler besitzt 48,3 Prozent an Conti

Der Autozulieferer Schaeffler hat seine Beteiligung an Continental bis zum Ende der Annahmefrist des Übernahmeangebots auf 48,3 Prozent aufgestockt. Ein Erfolg aus Sicht der Schaeffler-Gruppe. Die Frist für die Aktionäre zur Annahme des aufgestockten Angebots wurde dennoch verlängert.

Continental
Objekt der Begierde: Der Reifenhersteller Continental. -dpa

HerzogenaurachNach der Einigung im Übernahmekampf hat der Autozulieferer Schaeffler nun auch seine Anteile an Continental deutlich ausbauen können. Das Unternehmen besitze inzwischen 48,3 Prozent, teilte Schaeffler am Dienstag mit. Bis zum Ende der Annahmefrist am vergangenen Mittwoch hätten Aktionäre das Gebot für 40,26 Prozent der Conti-Aktien angenommen. Schaeffler selbst hatte schon vor Beginn der Annahmefrist acht Prozent an Conti gehalten. Schaeffler verlängerte das Übernahmeangebot bis zum 16. September.

Das Familienunternehmen hatte der Conti-Führung zugesagt, seinen Anteil auf 49,99 Prozent zu begrenzen. Der Chef der Schaeffler-Gruppe, Jürgen Geißinger, sprach am Dienstag von einem großen Erfolg. "Wir haben unser Ziel, eine strategische Beteiligung über 30 Prozent an der Continental AG zu erwerben, erreicht. Damit ist der Weg frei, so schnell wie möglich Gespräche mit Continental über Kooperationsprojekte zu beginnen", so Geißinger. Beide Unternehmen könnten mit der Bündelung der Entwicklungs- und Innovationskompetenzen neue Marktchancen eröffnen.

Schaeffler versprach Minderheitsbeteiligung

Conti und Schaeffler hatten sich Ende August nach intensiven Gesprächen auf ein Gesamtpaket zum Engagement des Familienunternehmens bei dem Dax-Konzern geeinigt. Die Einigung sah vor, dass die Schaeffler-Gruppe ihr Übernahmeangebot von 70,12 Euro auf 75 Euro pro Aktie erhöht. Zudem sagte das wesentlich kleinere Familienunternehmen aus Herzogenaurach zu, das Engagement bei Conti innerhalb der nächsten vier Jahre auf eine Minderheitsbeteiligung von bis zu 49,99 Prozent zu beschränken. Schaeffler hatte zu diesem Zeitpunkt bereits acht Prozent an Conti gehalten, sich aber über Finanzgeschäfte Zugriff auf weitere 28 Prozent gesichert. (ck/dpa)

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