Wirtschaft : Autos sind in Deutschland am teuersten

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Brüssel (dpa/Tsp). Autokäufer müssen für ihren Neuwagen in Deutschland und Österreich bis zu 40 Prozent mehr bezahlen als in anderen Euro-Ländern. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste Vergleich der Autopreise in Europa, den die EU-Kommission am Montag vorlegte. In Deutschland würden 41 von 82 untersuchten gängigen Modellen zu den höchsten Preisen innerhalb des Euro-Raumes verkauft. So verlangt VW für seinen Golf in Deutschland vor Steuern 30,5 Prozent mehr als in Finnland.

In der Kompaktklasse müssen deutsche Kunden von Audi A3 über Mazda 323 und Seat Leon bis VW Golf fast immer am tiefsten in die Tasche greifen. In Finnland, Griechenland und Portugal ermittelten die Preis-Beobachter der Kommission hingegen die günstigsten Angebote. Auch in der Mittelklasse sind die deutschen Autopreise einsame Spitze. Fiat verlangt hier für seinen Marea 15 595 Euro und damit 42,6 Prozent mehr als in Finnland (10 934 Euro). Der Peugeot 406 steht mit 17 131 Euro in der deutschen Preisliste, das vergleichbare Modell in Griechenland wird für 4761 Euro weniger angeboten. Bei den Kleinwagen kostet ein VW Polo in Deutschland 22,6 Prozent mehr als in Irland, für einen Fiat Punto sollen deutsche Kunden gar 31,6 Prozent mehr bezahlen als in Portugal. Nur ein einziges der 82 untersuchten Modelle war zum Stichtag 1. Mai 2002 in Deutschland am billigsten: Der Mercedes E220. Der Grund: Ähnlich wie BMW und Ford versucht Daimler-Chrysler EU-weit gleiche Preise durchzusetzen.

Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte, hält die Flaute auf dem Gebrauchtwagenmarkt an. Den Angaben zufolge wechselten im Juni sechs Prozent weniger Kraftfahrzeuge den Halter als noch im Mai. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt über sechs Prozent weniger „Gebrauchte“ zugelassen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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