Wirtschaft : Autoverkäufer am

ALFONS FRESE

"Wir bestimmen die Spielregeln in unserer Branche", hat DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp vor zwei Wochen reklamiert.Kann schon sein, aber das ganz bestimmt nicht im rechtsfreien Raum.Die Wettbewerbsaufseher der EU-Kommission werfen den Stuttgartern eine Reglementierung ihrer Händler vor, in der Drohkulisse schwebt nun ein Strafgeld für DaimlerChrysler in Milliardenhöhe.Diese Größenordnung wäre kaum angemessen.Den "Spitzenplatz" auf der Sünderrangliste dürfte DaimlerChrysler aber von VW übernehmen, bislang liegen die Wolfsburger mit einem EU-Bußgeld von 202 Mill.DM an der Spitze.Aus Brüssel heißt es, die Vergehen des Mercedes-Vertriebs seien umfangreicher als die Tricks von VW.Dabei sind die Parallelen augenfällig: VW soll Vertragshändler in Italien mehr oder weniger verboten haben Nicht-Italiener Autos zu verkaufen.Damit die Kunden nicht die bis zu 40 Prozent großen Preisunterschieden nutzen können.Ähnlich verhält es sich bei Mercedes, eine Überprüfung bei Opel läuft gerade.Im Kern versuchten die Autohersteller, Dämme gegen die enormen Wechselkurschwankungen aufzubauen.

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