Wirtschaft : AWD-Kläger brauchen Geduld

Hannover - Das juristische Tauziehen zwischen dem Finanzdienstleister AWD und früheren Anlegern um mögliche Ansprüche auf Schadenersatz zieht sich in die Länge. Bei einer erneuten Verhandlung vor dem Landgericht Hannover kam es am Mittwoch noch zu keinen konkreten Entscheidungen. „Wir hatten zwei Verkündungstermine. In diesen wurde aber kein Urteil oder Beweisbeschluss gesprochen“, berichtete ein Gerichtssprecher. Die Parteien hätten nur zusätzliche Hinweise und Auflagen zum Vortrag ergänzender Details erhalten. In drei weiteren Fällen wurde das mündliche Verfahren fortgesetzt, AWD-Gründer Carsten Maschmeyer sei bisher nicht als Zeuge erschienen. Es geht um den Vorwurf mangelnder Risikoaufklärung und zu hoher Beraterprovisionen bei Immobilien- und Medienfonds. Viele Anleger hatten in solche Finanzprodukte investiert und starke Verluste erlitten. Hierfür wollen sie nachträglich entschädigt werden. Am Landgericht Braunschweig und am Oberlandesgericht Naumburg hatten die Kläger Erfolg. Der AWD legte jedoch Rechtsmittel gegen diese Entscheidungen ein. dpa

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