Wirtschaft : AWD soll 30 000 Anlegern geschadet haben

Hamburg – Die Verluste von Anlegern des umstrittenen Finanzdienstleisters AWD sind einem Medienbericht zufolge offenbar deutlich größer als AWD-Gründer Carsten Maschmeyer bislang zugegeben hat. Dem NDR-Magazin „Panorama“ liegt eine Liste mit den Namen und Beteiligungssummen von rund 30 000 Anlegern vor, die in den 90er Jahren auf Anraten des AWD in verlustreiche geschlossene Fonds investiert hatten. Das teilte der NDR am Mittwoch mit. Maschmeyer hatte in jüngster Zeit immer wieder von Einzelfällen gesprochen.

Die Liste belegt laut NDR erstmals, dass tausenden Anlegern Kredite zur Finanzierung ihrer riskanten Investments vom AWD vermittelt wurden. Als wegen schlechter Entwicklung der Fonds die Ausschüttungen zurückgingen oder ganz ausblieben, hätten die Kunden einen doppelten Schaden davongetragen: den Verlust des Investments und hohe Kreditschulden. Manche verloren mehrere zehntausend Euro. AWD-Sprecher Béla Anda verwies dem „Panorama“-Bericht zufolge auf das Geschäftsgeheimnis, als er zu der Liste befragt wurde. dapd/AFP

3 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben