Wirtschaft : Axel Springer AG: Investitionen im Internet - Moderates Gewinnwachstum

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Die Axel Springer Verlag AG ist seiner strategischen Vision "vom deutschen Verlagshaus zum internationalen Medienhaus" ein gutes Stück näher gekommen. Das sagte August A. Fischer, Vorstandsvorsitzender des Verlages, bei der Hauptversammlung am Mittwoch. Es sei gelungen, das traditionelle Printgeschäft vor allem durch neue Titel in den Wachstumssegmenten Computer und Wirtschaft zu stärken. Der großen Herausforderung des Internet begegne der Verlag mit einer eigenen Strategie, die ein höheres dreistelliges Investitionsvolumen erfordere. Insgesamt sprach Fischer von einem "erfolgreichen Geschäftsjahr 1999". Auch 2000 verspreche kräftiges Wachstum.

Der Konzernüberschuss habe im vergangenen Jahr bei 295 Millionen Mark nach Steuern gelegen, berichtete Fischer. Dies bedeutet eine Steigerung um 19 Millionen Mark oder 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse wuchsen um 400 Millionen Mark oder 8,3 Prozent auf 5,2 Milliarden Mark. Rund 800 Millionen Mark wurden im Ausland erwirtschaftet. Angesichts des positiven Ergebnisses plane der Konzern, die Dividende je Aktie von 26 auf 28 Mark zu erhöhen. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres sei bereits ein Umsatzplus von zwölf Prozent zu verzeichnen.

Trotz der Vision vom Medienhaus leisteten die Zeitungen mit 140 Millionen Mark den Löwenanteil zum Umsatzuwachs des Konzerns. Allerdings kamen allein 135 Millionen Mark aus dem Anzeigengeschäft. Titel, die Trends und neue Interessen aufgreifen, wie "Euro am Sonntag" und "Computer Bild" sollen daher zu einer starken Position des Verlages im Vertriebsbereich beitragen. Im Internet bieten die großen Zeitungs- und Zeitschriftenmarken ihre redaktionellen Beiträge sowie Dienstleistungen bereits an. Künftig sollen auch neue, originäre Internetmarken entwickelt werden, die in gedruckter Form dann aber nicht zu erhalten sind.

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