Wirtschaft : B.U.S.Berzelius mit schnellem Wachstum

Steigende Dividenden angekündigt / Recycling-Unternehmen setzt stark auf Auslandsmärkte

BERLIN (dw/chi).Das erste börsennotierte Recyclingunternehmen Deutschlands, die B.U.S.Berzelius Umwelt-Service AG (Duisburg) hat den Turnaround geschafft und strebt eine nachhaltige Verbesserung der Dividende an.Wie Vorstandssprecher Günter Okon am Donnerstag gegenüber dem Tagesspiegel ausführte, wolle man im nächsten Jahr gut 60 Prozent des Ergebnisses an die Aktionäre auszuschütten.Das Unternehmen, das vor allem die bei der Stahlproduktion anfallenden Zink-Rückstände recycelt, wolle den Umsatz in diesem Jahr von 336 Mill.DM auf 370 Mill.steigern und im nächsten Jahr die 400 Mill.DM-Grenze überschreiten.Schrittmacher des Wachstums werde neben dem schnell wachsenden Markt für Stahlstaub-Wiederaufbereitung auch der Bereich Aluminiumrecycling. Von den Wachstumsplänen des Unternehmens solle vor allem der ostdeutsche Standort im sächsischen Freiberg profitieren.Okon kündigte für dieses Recyclingwerk noch in diesem Jahr Investitionen von 5 Mill.DM und eine Kapazitätsausweitung um 30 Prozent an.Zur Zeit werde auch geprüft, oft Freiberg Standort für ein neues Werk werden könne, in dem ein völlig neues Verfahren der Stahlstaub-Aufbereitung erprobt werden soll.Erfreulich entwickle sich für die B.U.S., die mehr als 50 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands macht, der spanische Markt.In Spanien, wo die B.U.S.inzwischen mit sechs Standorten vertreten ist, wolle man "sehr stark wachsen" und fasse auch neue Akquisitionen ins Auge, so Okon.Die B.U.S.erprobe sich hier erstmals auch erfolgreich in Bereichen außerhalb der Metall-Sparte, etwa im Altöl- und Kunststoff-Recycling. Kritik äußerte Okon am neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz.Da klärende Verordnungen zu dem Gesetz noch immer fehlten, würden die Stahlproduzenten noch immer Stahlstäube mit hohem Zinkgehalt auf Deponien verbringen, statt sie dem Recycler zuzuführen - "bei den gegenwärtig hohen Zinkpreisen volkswirtschaftlicher Unsinn", kritisierte Okon.

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