Wirtschaft : B2B: Marktplätze im Netz: Methanol per Mausklick

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Kein umständliches Telefonieren mehr, keine zeitaufwendigen Wege, dafür schnelle und billige Preisvergleiche im Netz: Die Chemiebranche entwickelt sich zu einem der Vorreiter in der Welt der internetbasierten B2BMarktplätze. Weltweit sind in den vergangenen Monaten über 50 Handelsplattformen entstanden, die auf unterschiedlichen Geschäftsmodellen basieren - von Online Auktionen bis zum Internet-Katatalog. Gegenüber anderen Branchen hat die Chemie im e-Handel einen entscheidenden Vorteil: Für Grundstoffe wie Benzole, Methanol oder Kalisalz gibt es bereits international akzeptierte Standards, die Voraussetzung für den Handel im Internet sind. Die ersten auf dem Markt waren unabhängige Start-ups wie E-Chemicals, Chemconnect, Chematch oder ChemUnity. Schnell witterten aber auch große Chemieunternehmen wie BASF, Dow und Dupont die Chance und gründeten mit www.chemplorer.com oder www.elemica.com eigene Marktplätze. Die Einsparpotenziale sind groß: Chemplorer etwa, ein Marktplatz für technische Ausrüstung, der im April mit CC-Market fusionieren wird, will die Prozesskosten beim Einkauf von Laborbedarf, Werkzeug oder Bauteilen um bis zu 80 Prozent senken. Auch Guido Steinbach, Geschäftsführer des nach eigenen Angaben einzigen globalen Marktplatzes der Branche, sieht große Kostenvorteile. "In einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld kann die Effizienz bei Ein- und Verkaufsprozessen vergrößert werden", sagt er. Das Einsparpotenziel beim virtuellen Handel gibt er mit fünf bis zwanzig Prozent an.

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