Wirtschaft : Bäckerei übertrifft Ertragserwartungen - weitere Zukäufe geplant

agr

Die Kamps AG, Düsseldorf, backt weiterhin große Brötchen. Zwar liegt die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 1999 mit 820 (1998: 438) Millionen Mark hinter den Erwartungen von Analysten zurück, doch haben die Ertragszahlen die Prognosen deutlich übertroffen, gab das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf bekannt. Der Großbäcker legte beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 135 Prozent auf 48,5 Millionen Mark zu. Nach Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen stabilisierte sich die Kamps-Aktie in der Spitzengruppe des Börsensegments M-DAX.

Insgesamt hat Kamps 1999 sechs Bäckereiketten übernommen und in den Konzern integriert. Kamps umfasst mittlerweile 1219 klassische Verkaufsstellen und 723 Shops der niederländischen Bakker Bart Food Gruppe, dem Marktführer in Holland.

Entscheidend für den neuerlichen Kurssprung dürfte der positive Ausblick des größten europäischen Backbetriebs sein. Kamps erwartet 2000 einen Umsatz zwischen 3,5 und 4 Milliarden Mark, darüberhinaus eine Verfünffachung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern im Jahr 2000. Doch allein mit der Übernahme der Wendeln Gruppe und dem damit verbundenen Einstieg in das Geschäft mit SB-Backwaren dürfte die erneute Korrektur der Umsatz- und Ergebniserwartung nach oben nicht zu erreichen sein.

Vorstandsvorsitzender Heiner Kamps erklärte: "Durch die zahlreichen momentan laufenden Akquisitionsgespräche werden wir weiter unser Geschäft und die Marktstellung ausbauen." Dabei sei sowohl in Deutschland als auch in Europa starkes Wachstum geplant. Verhandelt werde "teilweise mit bereits profitablen Gesellschaften." Gegenüber dem Handelsblatt hatte Kamps Ende vergangenen Jahres erklärt, dass er vor allem Großbritannien, Frankreich und Österreich im Visier habe.

Die Umsatzerwartung bei Kamps für 2000 lag nach der Integration von Wendeln bei rund drei Milliarden Mark. Für 2003 waren 4,7 Milliarden Mark angepeilt worden. Bis dahin wollte Kamps an die Tür zum Club der Dax-Werte anklopfen. Dies könnte nun bereits wesentlich früher geschehen.

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