Wirtschaft : Bäckermeister begann mit drei Filialen

DÜSSELDORF (val). Vor 17 Jahren eröffnete der 27jährige Bäckermeister Heiner Kamps drei Filialen in Düsseldorf, die er mit Hilfe von Lieferanten finanziert. Später übernimmt er dazu eine bankrotte Ladenkette. Zu Beginn der 90er Jahre erzielt er einen Jahresumsatz von gut 20 Mill. DM. Zu der Zeit entschließt er sich, seine Backstuben an den US-Nahrungsmittelkonzern Borden zu verkaufen, der in Deutschland die Fabriken von Harry Brot betreibt. Dennoch bleibt Kamps seinem Betrieb als Manager treu und erlebt, wie die Amerikaner die Arbeitsprozesse in den Backstuben automatisieren und systematisieren. Im Jahre 1996 kauft er das inzwischen weiter vergrößerte Unternehmen zusammen mit sechs anderen Managern zurück. Wenig später gibt er dem Betrieb, der bis dahin Bäckerei-Beteiligungsgesellschaft heißt, den Namen Kamps. Im April des Jahres 1998 bringt Kamps sein Unternehmen an die Börse - Emissionspreis: 49 DM. Seit Januar 1998 wächst die Kamps-Gruppe, zu der inzwischen auch die Berliner Bäckereiketten Thoben Kuchen und Ostrowski gehören, und will 1999 einen Umsatz von 844 Mill. DM erreichen. Das wären 93 Prozent mehr als 1998. Jüngste Akquisition war die holländische Bakka Bart Food Group. Die Zahl der Filialen in Deutschland erreicht derzeit 1003.

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