BÄDERBETRIEBE : Sonnenkraft fürs Wasser

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Im Sommer mag eiskaltes Wasser ja noch erfrischend sein, doch spätestens im Herbst wollen die Berliner Badegäste wohltemperiertes Wasser. Das kostet Energie. Die Berliner Bäderbetriebe (BBB) setzen deshalb auf Solarthermie. Sechs Bäder sind bereits mit solchen Anlagen ausgestattet, die über große Absorbermatten auf den Dächern die Sonnenenergie speichern und das Badewasser erwärmen. Im Zuge der bis 2012 laufenden Bädersanierungen sollen weitere hinzukommen. Die neueste Anlage steht auf dem Dach des Hallenbads im Märkischen Viertel. Hier wird neben Heizenergie auch Strom über Fotovoltaikanlagen gewonnen.

Doch Sonnenenergie ist nicht alles. Nach dem neuen Klimaprogramm des Senats sollen sechs Bäder modellhaft auf Niedrigenergiestandard gebracht werden. „Wir prüfen gerade, welche das sein werden“, sagt BBB-Chef Klaus Lipinsky. Wahrscheinlich gehörten die Kombibäder Spandau-Süd, Seestraße, Mariendorf und Gropiusstadt dazu, die am meisten Sparpotenzial böten. In den Bädern sollen etwa Dämmungen verbessert und Beleuchtungen optimiert werden. Auch die Absenkung der Wassertemperatur sei eine Möglichkeit, sagt Lipinsky. „Eine gewisse Temperatur müssen die Bäder aber haben, damit die Gäste sich wohlfühlen.“ Mit ähnlichen Maßnahmen haben die Bäderbetriebe seit 2001 ein Drittel der Energie eingespart. Im Rahmen der Energiepartnerschaft hatte Siemens damals knapp acht Millionen Euro vorgeschossen, zum Beispiel für Abwasser-, Lüftungs- und Beleuchtungsanlagen. stek

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