Bahn-Börsengang : Gemeinsame Empfehlung der Schlichter

Nach der zweiten Runde im Schlichtungsverfahren erarbeiten Schröder und Biedenkopf nun einen Kompromiss. Auf dieser Grundlage sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Berlin - Im Schlichtungsverfahren zur Sicherung von Arbeitsplätzen beim geplanten Börsengang der Deutschen Bahn (DB) wollen die beiden Vermittler am Montag ihren Kompromissvorschlag vorlegen. Das teilten die beiden Schlichter, Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU), nach Angaben eines Bahn-Sprechers nach der zweiten Schlichtungsrunde mit. Inhaltliches zu ihrem Vorschlag wollten die beiden Schlichter noch nicht sagen.

Für den Fall, dass es bei der Fortsetzung, der im August gescheiterten Tarifverhandlung wieder keine Einigung gibt, haben die Gewerkschaften bereits mit Streik gedroht. Hintergrund des Streiks ist die mögliche Aufspaltung der Bahn vor dem für 2008 geplanten Börsengang. Die Gewerkschaften fürchten, dass der bisherige Beschäftigungspakt hinfällig wird, falls das Schienennetz von der Bahn abgespalten wird. Sie fordern deshalb eine Anpassung des Tarifvertrags. Bahnchef Hartmut Mehdorn hält dies aber für überflüssig. Er geht davon aus, dass die Bahn als integrierter Konzern erhalten bleibt. (tso/AFP)

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