Wirtschaft : Bahn legt Angebot Ende Juli vor

Frankfurt am Main - Der Auftakt der Verhandlungen über höhere Einkommen für die 165 000 Beschäftigten der Deutschen Bahn lässt eine harte Tarifrunde erwarten. Arbeitgeber und Gewerkschaften gingen am Montag in Frankfurt am Main nach nicht einmal drei Stunden wieder auseinander. Ende Juli will der Konzern ein erstes Angebot vorlegen. Schon jetzt drängt die Zeit: Gibt es bis Ende Juli keine Einigung, könnten Streiks den Schienenverkehr während der Ferienzeit bundesweit lähmen.

Das Gewerkschaftsbündnis aus Transnet und GDBA verlangt von dem bundeseigenen Konzern Einkommensverbesserungen, die einem Plus von sechs Prozent mehr Geld entsprechen. Dabei geht es nicht nur um mehr Lohn, sondern auch um Arbeitszeiten, Zulagen und die Altersteilzeit. Die Arbeitnehmervertreter verweisen auf die „satten Gewinne der Deutschen Bahn, die diese auch im Krisenjahr 2008 eingefahren hat“.

Transnet und GDBA erklärten nach dem frühen Ende der ersten Verhandlungsrunde: „Wir sind enttäuscht, dass die Arbeitgeberseite nicht bereit war, zumindest ein erstes Angebot auf den Tisch zu packen.“ Die Gewerkschaftsforderungen seien längst bekannt gewesen. Nun wollen beide Seiten einzelne Punkte in Arbeitsgruppen beraten. Verhandelt wird erst wieder am 29. Juli. Dann will die Bahn AG eine erste Offerte machen, wie ein Sprecher des Konzerns ankündigte. Der Zeitplan sei nicht zu eng, um Arbeitskämpfe abzuwenden. „Wir sind zuversichtlich, dass wir zu einer Einigung kommen werden“, sagte der Sprecher. dpa

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