Bahn-Privatisierung : Mehdorn soll auch die Börsentochter führen

Nach dem Teilbörsengang muss sich die Bahn auch personell neu aufstellen. Der derzeitige Vorstand hat dazu bereits einen Beschluss gefasst: Die neuen Gesichter bei der künftigen Börsentochter sind vielfach die alten. Im Bahn-Deutsch heißt das: ein "Höchstmaß an Kontinuität".

Mehdorn
Bahn-Chef Mehdorn. -Foto: dpa

BerlinBahnchef Hartmut Mehdorn soll bei der geplanten Teilprivatisierung sowohl den Mutterkonzern als auch die künftige Börsentochter führen. Für Finanzvorstand Diethelm Sack ist ebenfalls eine Personalunion in beiden Ebenen vorgesehen, wie die Bahn mitteilt. Die Doppelfunktionen sollen aber zeitlich befristet werden.

Über die neue Struktur soll der Aufsichtsrat des noch komplett bundeseigenen Konzerns am nächsten Donnerstag entscheiden. Der Personen- und Güterverkehr wird demnach in die neue Gesellschaft DB Mobility Logistics AG ausgegründet, die zu 24,9 Prozent privatisiert wird. Die Bahn bestätigte, dass der zurückgetretene Vorsitzende der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, zum neuen Arbeitsdirektor des Mutterkonzerns bestellt werden soll. Auf dieser Ebene sind neben ihm, Mehdorn und Sack zudem die bisherigen Konzernvorstände Otto Wiesheu (Ressort Politik und Wirtschaft) sowie Stefan Garber (Infrastruktur) vorgesehen.

Dem Führungsgremium der Logistik-Tochter sollen neben Mehdorn und Sack demnach die bisherigen Konzernvorstände Margret Suckale (Personal), Karl-Friedrich Rausch (Personenverkehr) und Norbert Bensel (Logistik) angehören. Aufsichtsratschef Werner Müller begrüßte das für die Sondersitzung des Kontrollgremiums am Donnerstag vorgelegte Konzept. Es führe zu einem "Höchstmaß an Kontinuität" und trage den Anforderungen des Kapitalmarkts Rechnung. Zugleich werde der interne Arbeitsmarkt abgesichert. Mehdorn sagte, er erwarte nach langer unruhiger Zeit nun eine Beruhigung der Diskussionen im und über das Unternehmen. (sf/dpa)

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