Wirtschaft : Bahn-Sonderpreise im Herbst

Stiftung Warentest: Zugfahren für Kleingruppen ab Dezember teurer

Bernd Hops

Berlin - Die Deutsche Bahn startet im Herbst wieder eine Aktion mit Billigtickets. Eine ICE-Fahrt innerhalb Deutschlands und in der 2. Klasse koste im günstigsten Fall 29 Euro, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Daneben gebe es Fahrscheine für 39 und 49 Euro. Dabei läuft das Geschäft der Bahn im Fernverkehr in diesem Jahr schon gut. Eine Bahnsprecherin sagte dem Tagesspiegel, die Auslastung der Züge sei bisher im Schnitt besser als im vergangenen Jahr. Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Bahn allerdings ihre Tarife ändern. Vor allem für Familien, Kleingruppen und Paare könne Zugfahren dann deutlich teurer werden, schreibt die Stiftung Warentest in ihrer neuesten „Test“-Ausgabe.

Der Fernverkehr der Bahn war in den vergangenen Jahren eines der großen Probleme des Konzerns und machte Verluste. Durch Billigaktionen und dank der stark gestiegenen Benzinpreise ( siehe unten ) konnte die Bahn aber wieder mehr Kunden gewinnen. Jetzt wird darüber spekuliert, ob die Sparte schon in diesem Jahr wieder den Sprung in die schwarzen Zahlen schafft. Zuletzt hatte der Konzern vom kommenden Jahr gesprochen.

Die neuesten Billigtickets können laut Bahn ab 1. November gebucht werden. Der erste mögliche Reisetag ist der 4. November, der letzte der 10. Dezember. Das Angebot ist allerdings eingeschränkt. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze kann demnach von Verbindung zu Verbindung stark variieren. Außerdem gibt es die Tickets zum günstigsten Preis nur im Internet oder am Automaten. In Reisebüros oder am Schalter wird ein Aufschlag von fünf Euro fällig. Erstmals bietet die Bahn in Kombination mit den Billigtickets auch Mitfahrertickets für bis zu vier Personen zu 19 Euro an.

Bahnkunden müssen sich aber ab Dezember auf steigende Preise gefasst machen. Zum einen ist schon eine Tariferhöhung von 2,9 Prozent beschlossen. Zum anderen fällt der Mitfahrerrabatt bei Bahncard-Kunden weg. Familien etwa könnten deshalb in Zukunft laut Stiftung Warentest oft nur mit Sparpreistickets, die es für Frühbucher gibt, günstig mit der Bahn fahren.

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