Wirtschaft : Bahn streicht bis 2009 8000 Stellen Gewerkschaften wollen Mehrarbeit zustimmen

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Berlin Die Deutsche Bahn will in den kommenden fünf Jahren weitere 8000 Stellen abbauen. Dies sieht nach Informationen der Lokführergewerkschaft GDL vom Montag die Mittelfristplanung des Vorstands vor, die der Aufsichtsrat am kommenden Montag beschließen soll. Die Mitarbeiterzahl würde damit von heute 230000 auf dann 222000 absinken. Einer GDL-Sprecherin zufolge betrifft der Jobabbau „alle Sparten, von den Ausbesserungswerken bis zu den Lokführern“. Die Bahn wollte keinen Kommentar abgeben.

Betriebsbedingte Kündigungen dürfte es aber nicht geben – an diesem Dienstag werden Bahn und Gewerkschaften vermutlich eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2010 vereinbaren. Beide Seiten äußerten sich zuversichtlich, bei den Verhandlungen eine Lösung zu finden. Die Beschäftigungssicherung würde für 150000 Mitarbeiter gelten. Im Gegenzug verlangt der Konzern eine Senkung der Personalkosten um 5,5 Prozent. Dies soll durch längere Arbeitszeit erreicht werden. Zwar lehnen die Gewerkschaften Transnet und GDBA eine pauschale Verlängerung auf 38 oder 40 Stunden pro Woche ab. Verhandlungskreisen zufolge könnte eine befristete Verlängerung für einige Konzernsparten die Lösung sein.

Die Bahn-Gewerkschaft Transnet plant eine Mitgliederbefragung, um das Ergebnis von den Beschäftigten absegnen zu lassen. Ein Sprecher sagte, es gehe um ein breites Basisvotum. „Das halten wir angesichts der Umwälzungen bei der Bahn für nötig.“ Zu einem bestimmten Quorum für die Annahme der Ergebnisse mit den Arbeitgebern wollte er sich nicht äußern. Eine solche Befragung hat bislang noch keine Gewerkschaft nach entsprechenden Verhandlungen durchgeführt. brö

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