Bahn-Streiks : Ersatzfahrpläne und Stauwarnungen

30 Stunden Streik und kaum ein Entrinnen für die Fahrgäste: Besonders Ostdeutschland und Berlin werden den Ausstand der Lokführer zu spüren bekommen. Auch der ADAC rechnet mit Staus auf Straßen und Autobahnen. Welche Ausweichmöglichkeiten haben Bahnkunden?

Berlin/MünchenDie Deutsche Bahn hat die Ersatzfahrpläne für den angekündigten Lokführerstreik am Donnerstag und Freitag ins Internet gestellt. Die Informationen sind unter der Adresse www.bahn.de/aktuell abrufbar. Für jedes Bundesland gibt es eine detaillierte Übersicht. Die Bahn will versuchen, während des 30-stündigen Streiks von Donnerstag, zwei Uhr, bis Freitag, acht Uhr, mindestens die Hälfte Nahverkehrszüge fahren lassen. Die S-Bahnen sollen in längeren Taktzeiten als üblich fahren.

200 Busse zusätzlich

Regional werde der Fahrplan aber "sehr ausgedünnt" sein, sagte ein Bahnsprecher. So vor allem im Osten Deutschlands in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern sowie in München und Berlin. Die Bahn will außerdem bundesweit mehr als 200 zusätzliche Busse einsetzen. Zudem werde es wie schon in der vergangenen Streikwoche zusätzliche Halts von ICE- und IC-Zügen geben. Bahnkunden könnten diese aber noch nicht im Vorfeld erfahren, da die Bahn darüber im Einzelfall kurzfristig entscheiden werde, sagte der Sprecher.

Insgesamt werden während des Streiks mehr als 1000 zusätzliche Servicekräfte im Einsatz sein. Informationen über den Ersatzfahrplan gibt es auch unter der kostenfreien Telefonnummer 08000 99 66 33 oder im Internet www.bahn.de/ris. Sie können auch über Mobiltelefone mit WAP-Technologie abgerufen werden.

ADAC rechnet mit Staus

Der Streik bei der Bahn dürfte auch auf den Straßen und Autobahnen für Staus sorgen. Weil voraussichtlich wieder viele Pendler und Bahnreisende auf das Auto umsteigen werden, sei in einigen Regionen mit etwa 20 Prozent mehr Verkehr zu rechnen, sagte ein ADAC-Sprecher. Hinzu komme der Beginn der Herbstferien in Bayern und Baden-Württemberg am Freitag. Man muss kein Hellseher sein um zu sagen: Am Freitag heißt es für die Autofahrer, Zeit einzuplanen." Als Faustregel sollten Pendler für den Weg zur Arbeit etwa die Hälfte mehr Zeit veranschlagen, riet der Sprecher. Chaotische Verhältnisse auf den Straßen müssten aber nicht befürchtet werden.

Auch nach Einschätzung des Verkehrslagezentrums Bayern wird es am Donnerstag und Freitag auf Straßen und Autobahnen voller als sonst, chaotische Verhältnisse erwarten wir aber absolut nicht", sagte ein Sprecher. Spezielle Vorbereitungen seien deshalb nicht eingeplant.

Aktuelle ADAC-Verkehrsmeldungen für den deutschlandweiten Straßenverkehr finden sich ebenfalls im Internet. (imo/dpa)

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