Bahn-Tarifstreit : Fortsetzung folgt im Januar

Der Tarifstreit zwischen Deutscher Bahn und Lokführern zieht sich ins Jahr 2008 hinein. Immerhin wird miteinander geredet - am 2. Januar soll weiterverhandelt werden.

Frankfurt/MainAuch heute hatten Vertreter der Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) verhandelt, die Gespräche allerdings dann auf Anfang Januar vertagt. GDL-Chef Manfred Schell nannte die Verhandlungen dennoch einen "verheißungsvollen Anfang". Sollten die Gespräche scheitern, will die GDL vom 7. Januar an wieder im Personen- und Güterverkehr streiken. "Bis zum 6. Januar muss alles klar sein", sagte Schell. Er betonte erneut, dass er keinen Streik, sondern eine Lösung wolle.

Eine Sprecherin der Bahn sagte, die Gespräche seien in einer "guten Atmosphäre" verlaufen. Man habe "sachbezogen" über die Forderungen der Gewerkschaft gesprochen.

Die Bahn hatte den Lokführern acht Prozent mehr Geld angeboten, ihr Angebot aber nach dem vorübergehenden Ende der Gespräche zurückgezogen. Die GDL forderte zuletzt mindestens zehn Prozent mehr Einkommen. Neben der Lohnhöhe geht es bei den Verhandlungen auch um die Arbeitszeit. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte die seit Monaten zerstrittenen Tarifparteien vor einer Woche zu neuen Verhandlungen bewegt. Zuvor hatte die GDL die Verhandlungen abgebrochen, Schell bezeichnete die Gespräche als gescheitert. (hx/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar