Wirtschaft : Bahn will Geld vom Bund

Streit um Sicherheitskosten /Mehdorn mit Mieträdern zufrieden

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Berlin (tabu/Tsp). Die Deutsche Bahn fordert vom Bund zusätzliche Hilfen. Das Unternehmen wollen sich nicht mehr an den Kosten für den Einsatz des Bundesgrenzschutzes (BGS) beteiligen, sagte ein BahnSprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Für 2002 hat der Bund der Bahn rund 65 Millionen Euro für den Einsatz des BGS in Rechnung gestellt. Gegen den Bescheid will die Bahn Rechtsmittel einlegen. Außerdem wolle das Unternehmen auch Umsatzausfälle infolge der Flutkatastrophe vom Bahn-Eigentümer Bund erstattet bekommen. Zusätzliche Hilfen würden für den Bau der ICE-Strecke Nürnberg-Erfurt erwartet. Bei der Aufsichtsratssitzung an diesem Mittwoch sollen ferner die Mittelfristplanung bis 2007 und ein Börsengang 2004 oder 2005 diskutiert werden. Im Streit um die Vergabe von Strecken an Konkurrenten will die Bahn erstmals gegen das Eisenbahnbundesamt (EBA) als Aufsichts- und Wettbewerbsbehörde vorgehen. Zwei Entscheidungen zugunsten der Connex-Gruppe seien realitätsfern, erklärte die Bahn. Es geht dabei um die Strecken Osnabrück-Hannover sowie Wilhelmshaven-Osnabrück-Oldenburg.

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn zog unterdessen eine erste Bilanz des Einsatzes von Miet-Fahrrädern und -Autos. Die Mieträder der Bahn werden vom 16. Dezember bis Anfang März aus dem Verkehr gezogen. „Die Räder sollen durch die Witterung nicht beschädigt werden“, erklärte Mehdorn am Dienstag in Berlin. Ein Jahr lang besteht mittlerweile das Carsharing und Call-a-Bike-Angebot. „Zufrieden“ sei Mehdorn mit der Nachfrage. In München und Berlin seien 20 000 Mietrad-Kunden gezählt worden. Ab April können Fahrgäste auch in Frankfurt (Main) per Handy ein DB-Rad anmieten. Das Carsharing wird 2003 auch in Marburg, Stuttgart, Heidelberg und Mannheim angeboten. Ab Januar 2003 können Carsharing-Kunden der Bahn auch etwa 1800 Fahrzeuge in 50 Städten der Schweiz nutzen. Die Deutsche Bahn kooperiert mit den Anbietern Mobility Carsharing Schweiz und der Rail-Link AG.

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