Wirtschaft : Bahn will in Saudi-Arabien bauen Bahnhöfe für Pilgerstrecke Mekka-Medina

Berlin/ Dschidda - Die Deutsche Bahn bemüht sich saudi-arabischen Angaben zufolge neben fünf ausländischen Firmen um den Bau von vier Bahnhöfen entlang einer Strecke in Saudi-Arabien. Alle sechs Bieter hätten sich mit einem saudi-arabischen Partner zusammengetan, um den Zuschlag für die letzten Bauvorhaben entlang der Strecke zu bekommen, teilte die saudische Bahn-Organisation am Sonntag mit. Neben der Bahn handele es sich bei den Bietern um die italienische Astaldi, die britische WS Atkins, die österreichische Strabag, die französische Alstom und die in Singapur ansässige ST Engineering. Die Bahn wollte die Angaben am Sonntag nicht kommentieren.

Die 450 Kilometer lange Hochgeschwindigkeitsstrecke Haramain soll die Pilgerstädte Mekka und Medina mit der Hafenstadt Dschidda am Roten Meer und der King Abdullah Economic City, die derzeit gebaut wird, verbinden. Viele Pilger reisen über Dschidda nach Mekka und Medina. Mit dem Design der Bahnhöfe wurden 2009 zwei britische Firmen beauftragt.

Die Deutsche Bahn hatte bereits Ende 2009 den Zuschlag für einen milliardenschweren Auftrag im Nahen Osten erhalten: Sie baut in Katar ein Schienennetz auf, das sowohl Stadt-, Güter- als auch Fernverkehr umfasst. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen für die Bahn- und die Bauindustrie von 17 Milliarden Euro. Die Bahn ist mit 49 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen Qatar Railways Development Company beteiligt, die restlichen 51 Prozent hält die katarische Staatsfirma Qatari Diar. Geplant ist ein Nahverkehrsnetz in der Hauptstadt Doha. Außerdem soll der dortige Flughafen mit der Innenstadt verbunden werden. Zudem ist eine Hochgeschwindigkeitstrasse geplant, die über eine Brücke zum Insel-Königreich Bahrain führen soll. Der Konzern hatte mit diesem Projekt die Hoffnung verbunden, Zugang zum saudi-arabischen Markt zu bekommen. rtr/mot

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