Wirtschaft : Bahngewerkschaft fordert Rücktritte

BERLIN (uwe).Die Eisenbahngewerkschaft fordert Rücktritte: An den Pannen und dem schlechten Klima bei der Deutschen Bahn AG seien nicht die Mitarbeiter, sondern die Manager schuld, sagte Norbert Hansen, der designierte Chef der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands (GdED).Entschieden verwahrte sich Hansen gegen den Vorschlag des Personalchefs der Bahn, Horst Föhr, die unproduktiven Zeiten der Bahner besser zu nutzen - etwa, indem Lokführer auf der Rückfahrt den Schaffnern zur Hand gehen."Niemand hindert den Arbeitgeber daran, den Dienstplan effizienter zu gestalten und die Arbeitnehmer in ihrem Beschäftigungsfeld besser einzusetzen", sagt Hansen.Föhr sagte dieser Zeitung, daß er die mangelnde Produktivität nicht dem einzelnen Arbeitnehmer vorwerfe.Vielmehr habe die Bahn die Aufgabe, "die Arbeitsabläufe in Richtung eines multifunktionalen Einsatzes" zu verbessern.Genau so werfe er auch nicht dem einzelnen Beamten vor, das Klima zu verderben.Schuld sei das Beamtenrecht, dessen "Strukturen nicht für ein privatwirtschaftliches Unternehmen passen."

Den geplanten multifunktionalen Einsatz hält Hansen nicht für sinnvoll: Es könne nicht sein, daß die Arbeitnehmer der Bahn Nachtdienste und auswärtige Übernachtungen akzeptierten und "dann im Hotel auch noch die Betten machen sollen".Dagegen unterstüzen die Gewerkschaften Föhr in dem Bemühen, die Bundesanstalt für Arbeit für die Beschäftigungssicherung bei der Deutschen Bahn AG einzuspannen.Dies sei Bestandteil der Bündnisgespräche bei der Bahn, bestätigte Hansen.

Der Tagesspiegel hat irrtümlich berichtet, daß nur der Bundeszuschuß für die Beamten rote Zahlen bei der Bahn verhindere.Richtig ist, daß der Zuschuß für die Altlasten in Ostdeutschland gezahlt wird.

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