Wirtschaft : Bald Entscheidung über Rolls-Royce

BMW bleibt bei der Übernahme des britischen Luxuswagen-Herstellers weiter im Rennen MÜNCHEN / GENF (rtr).Der Übernahmekampf um den britischen Luxuswagen-Hersteller Rolls-Royce- Motors nähert sich einer Entscheidung.Rolls-Royce-Chef Graham Morris sagte am Montag, er erwarte zwar keine kurzfristige Entscheidung, doch sollten alle Übernahmeangebote bis Anfang April eingegangen sein.Der BMW-Konzern, der schon früh sein Interesse an Rolls-Royce bekundet hatte, dementierte britische Zeitungsberichte, nach denen er für Rolls-Royce 250 Mill.Pfund (umgerechnet knapp 750 Mill.DM) geboten haben soll."Wir haben kein Angebot abgegeben", sagte ein BMW-Sprecher.Interesse habe BMW weiterhin.Das Rennen um die Übernahme von Rolls-Royce sei offen, sagte Morris der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview im Vorfeld des Genfer Automobilsalon.Endgültige Angebote sollten bis Ende März, Anfang April vorliegen.Bislang seien allerdings noch keine formellen Angebote eingegangen."Wir führen Gespräche, um den Prozeß einer Lösung zuzuführen", sagte Morris.Ein großer Autokonzern als Übernehmer könnte Rolls-Royce aber nach Morris Worten erhebliche Vorteile bieten.Mit ihm zusammen könnte Rolls-Royce mehr Vertriebskraft, fortgeschrittene Technologien, Kosten- und Einkaufsvorteile erlangen."Für unsere Verhältnisse könnten daraus erhebliche Kostenvorteile und mehr Verkäufe resultieren", sagte Morris.Die Übernahme müsse wesentliche Kriterien genügen: Es müsse eine für die Aktionäre günstige Transaktion sein und für Rolls-Royce müsse die beste neue "Heimat" gefunden werden.DIe Gefahr, daß Rolls-Royce seinen britischen Charakter verlieren würde, sieht Morris nicht.BMW hatte schon früh sein Interesse an Rolls-Royce bekundet.Die Grundformel laute weiter, BMW habe Interesse, sofern das aus finanzieller Sicht Sinn mache, erklärte ein BMW-Sprecher.Zeitungsberichte über ein Angebot von knapp 750 Mill.DM dementierte er.BMW-Chef Bernd Pischetsrieder hatte jüngst in Brüssel aber auch erklärt, falls die Übernahme nicht zustande komme, könne es sein, daß er bereits eine Alternative zur Hand habe.Die Münchener könnten auch mit einem Stopp von Motorenlieferungen an Rolls-Royce drohen.Dieses vertraglich verbriefte Recht habe BWM im Fall eines Eigentümerwechsels, betonte BMW-Chef Bernd Pischetsrieder.Den britischen Automobilzulieferer Mayflower, der Vickers und damit Rolls-Royce übernehmen wollte, hat BMW mit einer solchen Drohung bereits vergrault.Die Münchener bestücken die nächste Generation von Rolls-Royce-Gefährten mit Motoren.Wann diese vom Band rollen sollen, ist bisher allerdings noch unklar.VW könnte allerdings BMW-Motoren durchaus ersetzen.Neben BMW hatten der VW-Konzern sowie britische Investorengruppen Interesse an Rolls-Royce geäußert.Darüber hinaus gelten in der Branche auch Daimler-Benz und etliche andere internationale Autokonzerne als potentielle Interessenten.Als Kaufpreis wurde auch schon eine Summe von 1,5 Mrd.DM genannt.

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