Wirtschaft : Banken bremsen Babcock-Rettung

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Düsseldorf (HB). Mehrere Gläubigerbanken der Babcock Borsig AG wollen sich offenbar nicht an der Rettung des von der Insolvenz bedrohten Konzerns beteiligen. HypoVereinsbank, Commerzbank, BHF und Dresdner Bank wollten die von den Großaktionären geforderte Kapitalerhöhung nicht mittragen, hieß es aus Verhandlungskreisen. Großaktionäre sind mit je acht bis neun Prozent Tui (ehemals Preussag) und die Banken WestLB und Deutsche Bank. Das Sanierungskonzept habe „kein Wasser unter dem Kiel“, hieß es in den Kreisen. Man müsse den Konzern in die Insolvenz schicken.

Das Traditionsunternehmen war nach dem überraschenden Verkauf der Beteiligung an der profitablen Werft HDW in die Krise gerutscht. Vor einer Woche wurde bekannt, dass Babcock Borsig den Erlös von rund 350 Millionen Euro aus dem HDW-Verkauf fast komplett für die Rückzahlung eines Darlehens an HDW aufwenden muss. Somit hat Babcock Borsig nun nach eigenen Angaben einen kurzfristigen Finanzbedarf von 200 Millionen Euro. 50 Millionen Euro sicherten Anfang der Woche die Arbeitnehmer per Lohnverzicht. Den Rest müssten Banken und Großaktionäre aufbringen.

Unklar ist noch, wie sich das gestrige Urteil des Duisburger Landgerichts auswirkt. Die Richter bestätigten die vom Babcock-Aktionär Guy Wyser-Pratte erwirkten einstweiligen Verfügungen, denen zufolge Babcock HDW-Anteile nicht ohne Zustimmung der Aktionäre verkaufen durfte. Babcock behauptet aber, die ersten 25 Prozent an HDW schon vor der Verfügung verkauft zu haben. Der zweiten Tranche von 25 Prozent plus einer Aktie muss nun eine außerordentliche Hauptversammlung zustimmen.

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