Banken-Krise : Citigroup muss angeblich 20.000 Stellen abbauen

Für die Citigroup wird es immer brenzliger. Kurz bevor die US-Großbank ihr Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegt, machten an der Wall Street neue Spekulationen über Milliardenverluste und Massenentlassungen die Runde.

New York - Der US-Fernsehsender CNBC berichtete, dass die Citigroup bis zu 24 Milliarden Dollar im vierten Quartal auf riskante Kreditderivate aus dem Hypothekengeschäft abschreiben muss. Zudem werde die Bank den Abbau von etwa 20 000 Stellen bekannt geben. Damit nicht genug. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ stößt die geplante Kapitalhilfe aus China auf Widerstand. Demnach soll sich die Regierung in Peking sträuben, über die staatliche China Development Bank zwei Milliarden Dollar in die Citigroup zu investieren. Möglicherweise sind die Strategen im Politbüro nach den bisherigen Erfahrungen vorsichtiger geworden. So hatte ein staatlicher Investitionsfonds im vergangenen Mai drei Milliarden Dollar in die Private-Equity-Firma Blackstone investiert. Kurz nach dem Börsengang des Unternehmens sackte der Kurs jedoch ab.

Ein ähnliches Risiko besteht auch bei der Citigroup. So drohen Wertberichtigungen auf Hypothekenprodukte und Kreditausfälle, wenn die US-Wirtschaft in eine Rezession abgleitet. Die Citigroup versucht deshalb, ihre Kapitalbasis zu stärken, und bemüht sich bei staatlichen Investoren aus dem Mittleren Osten und Asien angeblich um bis zu 14 Milliarden Dollar. Auch das Brokerhaus Merrill Lynch benötigt offenbar dringend eine Kapitalspritze von bis zu vier Milliarden Dollar. tor (HB)

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