Wirtschaft : Banken-Tarifstreit spitzt sich zu

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Frankfurt/Main (ro/dpa). Die Tarifauseinandersetzung bei den Banken droht zu eskalieren. Vor der für Donnerstag angesetzten dritten Verhandlungsrunde hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Mittwoch in den Rechenzentren der Deutschen Bank in Eschborn bei Frankfurt, in Hamburg und Düsseldorf zu Warnstreiks aufgerufen, an denen sich nach Gewerkschaftsangaben rund 600 Banker beteiligten. Verdi wirft den Arbeitgeber vor, bislang noch kein Angebot vorgelegt zu haben, gleichzeitig aber Öffnungsklauseln zu fordern. Verdi verlangt für die 460000 Beschäftigten bei privaten, öffentlichen Banken und bei Volks- und Raiffeisenbanken Lohn- und Gehaltserhöhungen von insgesamt 6,5 Prozent. Beide Seiten werfen sich vor, die Gespräche zu blockieren. Tessen von Heydebreck, der Verhandlungsführer der Banken-Arbeitgeber, betonte, dass die Banken bereits am 29. Mai ein Paket zur Beschäftigungssicherung vorgelegt hätten. Die Institute fordern darin, dass Banken, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken, vom Tarif abweichende Betriebsvereinbarungen schließen können. Die Gewerkschaft lehnt die Öffnungsklauseln strikt ab.

Im Telekom-Tarifkonflikt will Verdi weiter verhandeln, sagte Verdi-Verhandlungsführer Rüdiger Schulze am Mittwoch nach einer Sitzung der Tarifkommission in Frankfurt. Das Angebot der Telekom sei aber nicht akzeptabel. Gleichzeitig kündigte er eine Ausweitung der Arbeitskampfmaßnahmen an.

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