Wirtschaft : BANKEN Überall abgesichert

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Die Terroranschläge vom 11. September 2001 trafen das internationale Finanzsystem und die internationalen Banken empfindlich. Doch der Kollaps wurde vermieden. Schon vor zwei Jahren bewährten sich die Sicherheitssysteme.

Auf wahrscheinlich mehr als 400 Millionen Euro jährlich schätzen Fachleute den Betrag, den Finanzdienstleister in Deutschland für die Datensicherheit ausgeben. „Banken und Finanzdienstleister planen sieben bis acht Prozent ihres ITEtats für die optimale Absicherung ihrer Infrastruktur ein“, sagt Carsten Casper vom Marktforschung- und Beratungsunternehmens Meta Group. Dabei haben die Forscher beobachtet, dass das Bedürfnis nach Sicherheit stetig gewachsen ist. Bereits im Jahr 2000 hat die Postbank mit zehn Millionen Kunden eine der größten deutschen Banken, ihr Hochsicherheits-Rechenzentrum in Bonn in Betrieb genommen. Rund 100 Millionen D-Mark wurden damals investiert, sechs vorher getrennte Rechenzentren zusammengeführt . Das Rechenzentrum übersteht Erdbeben ebenso wie Flugzeugabstürze. So genannte Fire Walls sollen Viren fern halten, sagt Pressesprecher Joachim Strunk. Zudem sind alle Daten ständig über Back-Up-Systeme gespiegelt, dass heißt, sie werden noch an einer anderen Stelle verwahrt. Andere Banken handhaben die Sicherung ähnlich. „Unabhängig von der gegenwärtigen Krise tun wir schon immer alles, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter, der Daten und auch unserer Kunden zu gewährleisten“, sagt Commerzbank-Sprecher Peter Pietsch. Die meisten Maßnahmen sehe man allerdings gar nicht. Sicherlich sei man nach dem 11. September noch aufmerksamer geworden. Pro Jahr gibt das Institut für Sicherheit einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus. dr

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