• Banken wollen keine verbindliche Regelung aus Brüssel - Verbraucherschützer bestehen auf EU-Richtlinie

Wirtschaft : Banken wollen keine verbindliche Regelung aus Brüssel - Verbraucherschützer bestehen auf EU-Richtlinie

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Für die Commerzbank war das abgelaufene Geschäftsjahr offenbar wieder ein Spitzenjahr. Nach vorläufigen Berechnungen hat die Nummer vier der deutschen Großbanken ihren Gewinn vor Steuern im vergangenen Jahr um mehr als 20 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro gesteigert. Dies teilte die Commerzbank am Montagabend nach Börsenschluss und nach der Aufsichtsratssitzung mit. Eine halbe Milliarde Euro will das Geldhaus in die Gewinnrücklagen stecken. Die Dividende soll um vier Prozent auf 0,80 Euro steigen. Für 1998 hatte die Bank 1,50 Mark je Aktie ausgeschüttet. Insgesamt sollen so für das abgelaufene Geschäftsjahr rund rund 411 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet würde. Damit läge der Nachsteuergewinn bei 911 Millionen Euro nach 892 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Nach Angaben von Vorstandssprecher Martin Kohlhaussen kletterte der Provisionsüberschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999 um 30 Prozent. Beim Zinsüberschuss verzeichnete das Finanzinstitut ein Plus von 15 Prozent. Im Eigenhandel mit Wertpapieren, Devisen und Edelmetallen hat die Commerzbank die Hälfte mehr und damit gut 600 Millionen Euro verdient. Trotz der Belastungen durch die Beinahe-Pleite des Frankfurter Baukonzerns Philipp Holzmann sei die Risikovorsorge für wackelige Kredite im Rahmen der Erwartungen geblieben und habe damit rund ein Drittel niedriger gelegen als 1998. Damals waren es rund 880 Millionen Euro. Zusätzliche Erträge bekam die Commerzbank durch den Verkauf von Beteiligungen in die Kasse, vor allem durch die Abgabe der Anteile an der DBV-Winterthur. Allein dadurch konnte die Bank 880 Millionen Mark erlösen. Genaue Zahlen wird die Bank auf ihrer Bilanzpressekonferenz am 29. März vorlegen.

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