Wirtschaft : Bankenabgabe belastet die LBB Die Landesbank wächst langsamer als im Vorjahr

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Keine Prognose. Die Landesbank hält sich mit Versprechungen zurück. Foto:ddp
Keine Prognose. Die Landesbank hält sich mit Versprechungen zurück. Foto:ddpFoto: ddp

Berlin - Die Landesbank Berlin (LBB) ist mit Gewinn in das Jahr 2011 gestartet – allerdings mit deutlich weniger als im Vorjahr. Von Januar bis März verdiente die Bank vor Steuern 106 Millionen Euro, 13 Prozent weniger als im ersten Quartal 2010. Damals waren es noch 122 Millionen Euro gewesen. Das teilte die Bank, die den Sparkassen gehört, am Montag mit. „Wir sind mit den Zahlen zufrieden“, sagte Bank-Chef Johannes Evers dennoch. Der Konzern habe „erneut erhebliche Volatilitäten an den Kapitalmärkten bewältigen“ müssen. Deshalb zeigten die Zahlen, dass die LBB weiter auf gutem Kurs sei.

Der Überschuss, also der Gewinn nach Steuern, sank von 103 auf 85 Millionen Euro. Ein Grund für den Ergebnisrückgang ist laut Evers die Bankenabgabe, die im September fällig wird und für die man sieben Millionen Euro zurückgestellt habe. Die Bundesregierung hat die Abgabe eingeführt, um Geld für einen Fonds zu sammeln, der künftig einspringen soll, wenn eine Bank gerettet oder abgewickelt werden muss.

Zudem ist der Verwaltungsaufwand um zehn Millionen Euro gestiegen, unter anderem durch die Umstellung der Bank auf ein neues IT-System. Deutlich gesunken ist hingegen der Gewinn aus Finanzanlagen wie Derivaten. Hier hatte die LBB im vergangenen Jahr mit 170 Millionen Euro ein außergewöhnlich gutes Ergebnis erzielt. In diesem Jahr war es mit 83 Millionen Euro nicht einmal die Hälfte.

Eine konkrete Prognose für 2011 wagte der Konzern nicht und gab sich traditionell vorsichtig: „Die Unsicherheiten an den weltweiten Finanzmärkten und die damit verbundenen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone erschweren eine Prognose“, sagte Vorstandschef Evers. Dennoch gehe die LBB davon aus, ihre positive Entwicklung im operativen Geschäft fortsetzen und das Ergebnis vor Steuern steigern zu können. Anfang März hatte Evers in Aussicht gestellt, in diesem Jahr den Vorsteuergewinn zu erhöhen, die Kapitalbasis zu stärken und wieder eine Dividende auszuzahlen. Miriam Schröder

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