Bankenfusion : Commerzbank streicht 2200 Stellen

Der Zusammenlegung von Dresdner Bank und Commerzbank in Frankfurt fallen rund 2200 Stellen zum Opfer. Darauf einigten sich Management und Arbeitnehmervertreter in ihren Verhandlungen. Betriebsbedingte Kündigungen werden bis Ende 2011 ausgeschlossen.

Frankfurt am MainInsgesamt sollen bei der Übernahme weltweit 9000 Stellen wegfallen, davon 6500 in Deutschland. Betroffen sind nach Angaben des Dax-Konzerns die Zentralen der Commerzbank, Dresdner Bank und der Investmentbank Dresdner Kleinwort. Insgesamt sind dort 11.400 Menschen beschäftigt. Umgesetzt werden soll die neue Organisationsstruktur vom vierten Quartal 2009 an. “Mitarbeiter der Zentralabteilungen in Frankfurt bekommen jetzt Klarheit darüber, wie es in ihren Bereichen konkret weiter geht. Damit bringen wir auch den Integrationsprozess auf Gesamtebene deutlich voran“, erklärte Erich Strutz, Arbeitsdirektor der Commerzbank.

Bis zum Sommer soll auch eine Einigung über die Zusammenführung der regionalen Einheiten des Konzerns erzielt werden. Dazu zählt unter anderem der Immobilienfinanzierte Eurohypo. Die Commerzbank hatte angekündigt das Geschäft der Eurohypo stark zurückzufahren, um die Anfälligkeit für Risiken zu verringern.

Mitte März hatten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer grundsätzlich über einen Interessenausgleich sowie einen vorgezogenen Sozialplan für die Frankfurter Zentralen geeignet. Dieser Sozialplan schließt zum Beispiel Regelungen zu Abfindungen und Altersteilzeit mit ein. Außerdem sind bis 2011 keine betriebsbedingten Kündigungen geplant. (aku/ dpa)

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