Wirtschaft : Bankensprache verwirrt die Kunden

Stuttgart - Bonität statt Zahlungsfähigkeit oder Human Resource Manager statt Personalleiter: Viele Banken verwirren ihre Kunden mit fremdsprachlichen und Fachausdrücken. Das hat eine Studie der Universität Hohenheim bei Stuttgart ergeben. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), Datenschutzerklärungen oder Kontoeröffnungsunterlagen der Geldinstitute sind der Untersuchung zufolge für die meisten Verbraucher kaum zu verstehen. „Banken stellen hier oft Rechtssicherheit vor Verständlichkeit. Die Freigabe solcher Dokumente erfolgt durch die Rechtsabteilung, nicht durch die Kommunikationsabteilung“, urteilt ein Autor der Studie. Besonders schlecht schnitt demnach die Sparkasse Aachen ab: Kunden ohne hohe Schulbildung könnten die AGB nur schwer verstehen.

Auch bei anderen Banken fanden die Forscher Bandwurmsätze, Fachbegriffe, Fremdwörter, Passivkonstruktionen und Anglizismen – diese behindern den Angaben zufolge die Verständlichkeit. Die Wissenschaftler hatten 295 Bankdokumente anhand eines „Verständlichkeitsindex“ ausgewertet. dpa

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