Wirtschaft : Bankenverband: Geld der Zukunft ist digital

Frankfurt am Main - Deutschlands Privatbanken fordern angesichts hoher Kosten für die Bargeldversorgung weitere Anstrengungen zum Ausbau alternativer Zahlungsformen. „Die tägliche Ver- und Entsorgung des Handels mit Bargeld ist eine enorme logistische Herausforderung und sie ist teuer“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Michael Kemmer, bei einem Symposium der Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt am Main. „Die Kreditwirtschaft darf nicht nachlassen, die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs voranzutreiben.“ Es spreche zwar einiges dafür, dass Banknoten und Münzen noch lange das meist genutzte Zahlungsmittel in Deutschland bleiben werden. Doch Kemmer wagte die These: „Das Bargeld der Zukunft ist digital.“ Er verwies auf eine aktuelle Erhebung des Forschungsinstituts EHI zum Zahlungsverhalten der Deutschen, nach der im vergangenen Jahr noch rund 57 Prozent der Umsätze im deutschen Einzelhandel mit Bargeld getätigt wurden. Knapp 40 Prozent des Umsatzes entfallen nach der Studie auf Kartenzahlungen. dpa

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