Wirtschaft : Bankertipp: Die Zeit der deutlichen Rückgänge ist vorbei

Holger Hatje

Nach den deutlichen Kurskorrekturen in den vergangenen Wochen haben sich die Aktienmärkte stabilisiert. Die Bewertungssituation in Euroland hat sich durch die Kursrückgänge bei den Technologieaktien entspannt. Aufgrund des guten wirtschaftlichen Umfeldes in Euroland wurden die Gewinnschätzungen um etwa fünf Prozent nach oben gesetzt. Wir halten das Restrisiko für gering. Gegenwärtige Indexstände um 7100 Punkte im Dax beziehungsweise 5200 Zähler im Euro Stoxx 50 stufen wir für mittelfristig orientierte Anleger als Kaufzone ein.

Mit der kräftigen Zinserhöhung vor zwei Wochen hat die Europäische Zentralbank (EZB) den größten Druck aus dem Markt herausgenommen und kann die nächsten Daten hinsichtlich der weiteren Preisentwicklung abwarten. Wir erwarten deshalb keine zinspolitischen Entscheidungen auf der Sitzung der europäischen Notenbank am kommenden Donnerstag, zumal sich auch der Euro deutlich erholt hat. Die letzten Wirtschaftsdaten (Arbeitsmarkt, Einzelhandelsumsätze) in den USA deuten auf eine leichte Abschwächung der amerikanischen Wirtschaft hin, so dass sich auch hier eine Zinspause andeutet.

Im Vorfeld der allgemein positiv erwarteten Halbjahresberichte könnte die zur Zeit vorherrschende Lethargie überwunden werden. Vor allem im Technologiebereich dürften die Berichte überwiegend positiv ausfallen. Nach den Erfahrungen der vergangenen Monate dürfte es allerdings nicht zu einem undifferenzierten Höhenflug kommen. Der richtigen Auswahl der Titel kommt dabei eine deutlich gewachsene Bedeutung für die Performance zu. In diesem Zusammenhang empfehlen wir den Dresdner Bank Euro Stoxx Technologiepartizipationsschein (WKN: 306 920) zum Kauf. Damit beteiligt sich der Anleger an den großen europäischen Technologiebereichen wie Nokia, Siemens, SAP, Alcatel und Infineon etc., die allesamt hervorragende Aussichten haben. Nokia, mit 43 Prozent gewichtet, profitiert als größter Handy-Hersteller der Welt vom ungebrochenen Wachstum des Mobilfunks. Siemens (15 Prozent) hat durch sehr gute Zahlen in jüngster Vergangenheit überzeugt. Durch SAP (neun Prozent) ist man im Internetgeschäft vertreten und mit Infineon (sechs Prozent) und der französischen ST Microelectronics (neun Prozent) wird der Halbleiterbereich abgedeckt. Mit diesem Zertifikat deckt man damit die wichtigsten und wachstumsstärksten Bereiche im Technologiesektor ab. Dieses Indexzertifikat bietet dem Anleger die Möglichkeit das unternehmensspezifische Risiko zu vermindern, gleichzeitig aber die Chancen der gesamten Branche zu nutzen, denn wem gelingt es schon, den besten Titel der Branche ausfindig zu machen?

Bei einem Indexzertifikat partizipiert der Anleger grundsätzlich an der Aktienkursentwicklung eines Marktes oder einer Branche wie bei dem empfohlenen Zertifikat. Der Preis für einen Partizipationsschein ermittelt sich, grob gesagt, durch Multiplikation des Indexstandes mit dem Bezugsverhältnis.

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