Wirtschaft : Bankgebühren sollen nicht abschrecken

Euro-Umtausch kaum zum NulltarifVor einem haben die Brüsseler EU-Bürokraten große Angst: Daß den Bürgern die Lust am Euro durch die Kosten der Umstellung gleich wieder vergeht."Alles was obligatorisch ist, muß kostenlos sein", betont der zuständige EU-Kommissar Yves-Thilbaut de Silguy deshalb, ohne sich jedoch festlegen zu wollen, was denn alles dazu zählt.Der Wegfall des Wechselkursrisikos müsse für den Bürger beim Tausch der Währungen sichtbar werden, betont de Silguy.Sein Kommissionskollege Monti stößt ins gleiche Horn: "Wir gehen davon aus, daß die Umstellung durch die Banken gebührenfrei erfolgt." Demnächst werde die Kommission dazu eine Empfehlung herausgeben, in welchen Bereichen Gebühren angebracht sind. Ein Beispiel nannte Monti schon: Wer zukünftig Geld ins Ausland überweist, sollte dafür nicht mehr bezahlen müssen als für eine Transaktion im Inland.Die Kommission geht ferner davon aus, daß die Umstellung von Konten von der nationalen Währung auf den Euro unentgeltlich erfolgt.Für Bankkunden sollte auch der Umtausch "haushaltsüblicher" Beträge in Euro kostenlos sein.Was bei größeren Beträgen geschieht ist freilich noch völlig offen - ebenso wie die Frage, ob in Deutschland der Umtausch von anderen EU-Währungen in Euro gebührenfrei erfolgen soll. Die europäischen Bankenverbände versprechen derweil größtmögliche Transparenz: Durch den Euro sollen die Gebühren zumindest nicht steigen.Wenn im Zuge der Umstellung eine Dienstleistung kostenpflichtig ist, dann soll dies gesondert ausgewiesen werden.Und noch etwas: Die Buchgeldumstellung soll größtenteils frei sein.Für die Lagerhaltung in alter und neuer Währung aber müsse die Bank etwas verlangen dürfen, fordern die Verbände. Die Verbraucherverbände machen ebenfalls Druck: Sie drängen auf eine verbindliche Regelung, die sicherstellt, daß die Verbraucher bei der Umstellung nicht zur Kasse gebeten werden."Es muß klar sein, wer für die Kosten aufkommt, die bei der Umstellung entstehen", sagt etwa der Bankkundenverband.Eine Selbstverpflichtung sei hier nicht ausreichend.Pflichtleistungen müssten für die Kunden auf jeden Fall frei sein.jojo

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