Wirtschaft : Bankgeheimnis soll in die Verfassung der Schweiz

Kantone wollen Finanzplatz stärken und Steuereinnahmen sichern

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Zürich (oli/HB). Die Schweizer wollen das Bankgeheimnis in ihrer Bundesverfassung verankern. Eine entsprechende Initiative jedenfalls hat jetzt der Kanton Zürich beschlossen. Der bedeutendste Bankenplatz der Schweiz stellt sich damit an die Spitze einer Bewegung. Bereits in den vergangenen Monaten haben fünf andere Kantone gleich lautende Forderungen erhoben. Nach ihrer Meinung soll die Schweizer Bundesverfassung um den Satz ergänzt werden: „Das Bankkundengeheimnis ist gewährleistet.“ Mit ihrer Initiative wollen die Schweizer einerseits erreichen, dass der Bankenplatz Schweiz gestärkt werden soll – 20 Prozent aller Steuereinnahmen stammen von Banken, Versicherungen und Vermögensverwaltern. Zum anderen wollen die Kantonspolitiker dem Ausland signalisieren, dass das Bankgeheimnis für sie ein Tabuthema ist. Erst in der vergangenen Woche waren Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU erfolglos geblieben, weil die Regierung in Bern das Bankgeheimnis durch Forderungen aus Brüssel bedroht sah.

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