Wirtschaft : Bankgesellschaft Berlin AG: Rupf wehrt sich gegen Behauptungen der Grünen

Der Vorstandsvorsitzende der Bankgesellschaft Berlin AG, Wolfgang Rupf, hat Behauptungen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus über einen angeblichen Wertberichtigungsbedarf in Höhe von neun Milliarden Mark zurückgewiesen. In einer am Sonntag verbreiteten Erklärung von Rupf heißt es: "Es gibt keinen aktuellen Wertberichtigungsbedarf von neun Milliarden Mark." Desweiteren betont Rupf, die Darstellung der Grünen sei "unhaltbar" wonach der Konzern Bankgesellschaft Berlin einen Abschreibungsbedarf von 4,5 Milliarden Mark habe. "Es ist unverantwortlich, wie Sie den Konzern Bankgesellschaft Berlin und damit das Vermögen des Landes wie auch aller anderer Aktionäre schädigen", schreibt Rupf an die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus.

Die Bankgesellschaft habe "seit ihrer Gründung in den Jahren 1994 bis 1999 einen Nettowertberichtigungsbedarf von sieben Milliarden Mark verkraften" müssen, erklärte Rupf weiter. Richtig sei ferner, "dass der Vorstand aktuell ein Kreditvolumen von ca. fünf Milliarden Mark als beobachtungswürdig ansieht, daß sich hieraus teilweise zukünftiger Wertberichtigungsbedarf ergeben könnte", schreibt der Vorstandsvorsitzende im dem Brief an die Grünen. Bereits im vergangenen Herbst hatte Rupf gesagt, es stünden "fünf Milliarden in den Büchern, die wir lieber nicht hätten". Rupf äußerte sich auf Grund eines "Dringlichen Antrags" der Grünen über "Institutionelle Entflechtung der Bankgesellschaft Berlin". In diesem Antrag seien "Behauptungen" enthalten, "die ich auf das Schärfste zurückweise". Weiter schreibt Rupf, er erwarte eine Berichtigung und Entschuldigung. Schließlich werde geprüft, "inwieweit der Konzern rechtliche Schritte gegen Sie einleiten wird", teilt der Vorstandsvorsitzende der Bankgesellschaft der Fraktionsspitze der Grünen mit.

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