Wirtschaft : Bankgesellschaft Berlin: Betriebsräte um Fortbestand der Bank besorgt

dr

Zum Thema Online Spezial:
Die Krise der Bankgesellschaft Berlin Die Betriebsratsvorsitzenden der Bankgesellschaft Berlin, Frank Meysel, und der Berliner Bank, Bernd Reinhard, haben am Dienstag ihre Kritik an den bisherigen Konzepten für den Konzern präzisiert. Zum einen geht es ihnen um den Fortbestand der Berliner Bank, die als AG geführt und unterhalb des Konzerns oder auch der Landesbank Berlin (LBB) angehängt werden könnte. Sollte das Retail-Geschäft (Privatkundengeschäft) vollständig in die Sparkasse intergriert werden, überlasse man das Geschäft mit den vermögenden Privatkunden der Konkurrenz befürchtet Reinhard. In diesem Bereich hat die Berliner Bank einen Marktanteil von zehn bis 15 Prozent. Nur eine Minderheit der Kunden werde einen Wechsel, etwa zur Sparkasse, mitmachen, befürchtet Reinhard. Sein Kollege Meysel sorgt sich vor allem um das Wholesale-Geschäft (Kapitalmärkte/Großkunden). Dieser Bereich steuert laut Meysel rund 60 Prozent zum Konzernergebnis bei. Das Geschäft lasse sich ausbauen, ohne dass das Risiko wesentlich steige. Allerdings beruhe der Erfolg zu einem wesentliche Teil auf guten Kontakten der Händler zu ihren Geschäftspartnern. Dieser Vorteil drohe bei einer Verlagerung in den öffentlich-rechtlichen Bereich verlorenzugehen. Beide Betriebsräte wenden sich gegen Pläne, aus der Bankgesellschaft eine Finanzholding zu machen. Die strategische Ausrichtung sollte, ebenso wie das Wholesale-Geschäft aber auch die EDV, auf Konzernebene konzentriert sein. Einen weiteren Personalabbau im Konzern (über die bisher geplanten 1600 Stellen hinaus) erteilten beide eine klare Absage. Diese Aussage sei mit den Personalräten der LBB abgestimmt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar