Wirtschaft : Bankgesellschaft Berlin: Der Einsturz des Aubis-Imperiums

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Die Aubis mit den beiden CDU-Mitgliedern Christian Neuling und Klaus-Hermann Wienhold kaufte Anfang der neunziger Jahre Plattenbauten en gros in den den neuen Bundesländern - insgesamt rund 16 000 Wohnungen. Die Berlin Hyp soll der Aubis für den Erwerb einen Kredit in Höhe von 500 bis 700 Millionen Mark gewährt haben. Das Konzept sah vor, diese Wohnungen zu sanieren und weiter zu veräußern. Es war das klassische Zwischenerwerbermodell, mit dessen Hilfe unter anderem auch den großen Wohnungsbaugesellschaften ermöglicht werden sollte, einen Teil ihres Wohnungsbestandes zu veräußern. Doch der Markt brach ein. Aubis blieb auf seinen Wohnungen sitzen und kam mit Zahlungen in Verzug. Zunächst übernahm die IGB 1997 rund 4000 Wohnungen und brachte sie in zwei LBB-Fonds ein. Später wurde das Nißbrauchrecht an den verbliebenen rund 10 000 Wohnungen an so genannte unabhängige Objektgesellschaften übertragen. Diese sind nun Schuldner der Berlin Hyp. Bereits Anfang des Jahres 2000 berichtete der "Focus", die Berlin Hyp müsse wegen ihres Engagements bei der Aubis Wertberichtigungen in Höhe von rund 300 Millionen Mark vornehmen. Die Berlin Hyp dementierte kurz und knapp: "Die Darstellung entbehrt jeder Grundlage".

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