Wirtschaft : Bankgesellschaft Berlin: Die Spareinlagen sind auf jeden Fall gesichert

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In Deutschland gibt es verschiedene Sicherungsysteme, die greifen, gerät ein Kreditinstitut in eine Schieflage, die seine Existenz beziehungsweise die Giro- oder Spareinlagen seiner Kunden bedroht. Zu unterscheiden ist zwischen den Systemen der Öffentlich-rechtlichen Sparkassen und Landesbanken, den privaten Banken und den Genossenschaftsbanken.

Die Einlagen bei den Sparkassen sind durch Sicherungsfonds bei den Landesverbänden gesichert. Sollten die Mittel dieser regionalen Fonds nicht ausreichen, gibt es einen weiteren Sicherungsfonds beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Die Fonds haften nicht nur für Einlagen, sondern garantieren auch den Fortbestand des Instituts. Sie sind damit in ihrer Wirkung identisch mit den Sicherungen, die sich aus der in den Sparkassengesetzen festgelegten Gewährträgerhaftung und Anstaltslast ableiten. Während die Gewährträgerhaftung die Haftung gegenüber Dritten festschreibt, verpflichtet die Anstaltslast den "Eigner" der Sparkasse - also den Landkreis oder das Land - für eine dauerhafte finanzielle Ausstattung zu sorgen. Sie sichert somit de facto den Fortbestand der Sparkasse.

Im Falle der Landesbank Berlin (LBB), bei der die Sparkasse angesiedelt ist, müssten bei einer existenzbedrohenden Schieflage die Fonds beziehungsweise das Land einspringen. Bei der Landesbank gäbe es zunächst einen speziellen bundesweiten Sicherungsfonds, der jedoch nur die Einlagen sichert. Für den Bestand und die Funktionsfähigkeit müsste wiederum das Land garantieren. Unklar ist allerdings, wer im Falle eines Falles zuerst an der Reihe wäre.

Die Bankgesellschaft Berlin ist eine private Bank. Hier haftet für Einlagen der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Geschützt sind Einlagen und Zinsen bis zu einer Höhe von 30 Prozent des maßgeblich haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Ein Beispiel: Bei einem vergleichsweise geringen Eigenkapital in Höhe von 10 Millionen Mark sind Ersparnisse bis zu drei Millionen Mark pro Anleger geschützt.

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