Wirtschaft : Bankgesellschaft Berlin: Ermittlungen gegen Rupf

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Vorstandschef der Berliner Bankgesellschaft, Wolfgang Rupf, wegen Untreue. Justizsprecher Sascha Daue bestätigte einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

Die Justiz prüft, ob sich Rupf mit einem Scheinverkauf eines Teils des angeschlagenen Bankkonzerns schuldig gemacht hat. Anfang des Jahres hatte die Bank einen lukrativen Bereich des Immobiliengeschäfts in der Tochter IBAG ausgliedern und an eine Investmentgesellschaft in der Karibik verkaufen wollen. Für den Kauf hatte die Gesellschaft auf den Cayman-Inseln jedoch nicht genügend Eigenmittel, so dass ihr die Bankgesellschaft einen Milliardenkredit gewähren wollte. Der Deal scheiterte an Bankenaufsicht und Berliner Senat.

Derweil verlangten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der angeschlagenen Bankgesellschaft die Ablösung von Rupf. Mit ihm sei ein Neuanfang unmöglich, sagte Aufsichtsrat Hartmut Friedrich von der Gewerkschaft Verdi. Rupf will an diesem Sonntag dem Aufsichtsrat eine Neuaufstellung des Konzerns erläutern, bei dem es auch um einen Abbau von 1000 Stellen über drei Jahre geht.

Finanzsenatorin Christiane Krajewski (SPD) sprach sich für sozial verträgliche Lösungen aus. Die Bank wollte vor der Sitzung keine Stellungnahme mehr abgeben.

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