Wirtschaft : Bankgesellschaft Berlin: Interview: "Kurzfristig wird es keine neuen Eigentümer geben"

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Christiane Krajewski ist Berliner Finanzsenatorin und sitzt im Aufsichtsrat der Bankgesellschaft.

In Berlin ist jetzt ein privater Interessent für die Bankgesellschaft an die Öffentlichkeit gegangen. Die Gruppe um den Amerikaner J. Christopher Flowers erwartet die Aufforderung zu einer Offerte. Werden Sie die Gruppe zu einem Angebot auffordern?

Mit Mister Flowers sind Gespräche geführt worden und er hat sein Interesse deutlich gemacht. Die Gespräche werden weitergeführt, und wenn uns die Gruppe ein Angebot machen möchte, wird sie dies sicher tun.

Der Aufsichtsrat ist mit seinem Votum vom Mittwoch für eine Bank Ihren Vorstellungen gefolgt. Ist dies ein Erfolg von Dauer?

Was der Vorstand zuletzt vorgelegt hat, war eine tragfähige Grundlage. Der Aufsichtsrat hat deshalb das Restrukturierungskonzept einstimmig beschlossen.

Aber dieses Konzept erscheint doch wenig kompatibel mit den Offerten der NordLB und der Sparkassenorganisation?

Man muss das Restrukturierungskonzept gedanklich trennen von der Frage einer Neuordnung der Eigentümerstruktur. Bisher liegt von der NordLB eine interessenwahrende Offerte vor. Es wird im Vorfeld der Hauptversammlung keine neue Anteilseignerstruktur geben. Das Restrukturierungskonzept ist gleichwohl kompatibel mit verschiedenen Eigentümerstrukturen und es wird auch Gegenstand der Hauptversammlung sein.

Sollte das Konzept nochmals modifiziert werden, was können Sie sich zusammen mit der NordLB vorstellen? Eine Kooperation, ein ne Fusion oder eine Nord-Ost-LB?

Wir haben eine Vielzahl von sehr konstruktiven Gesprächen geführt. Die NordLB hat bisher nicht erklärt, wie sie sich bei der Hauptversammlung verhalten wird. Ich werbe nachdrücklich dafür, dass sie sich als unser durch Konsortialvertrag verbundener Partner anteilig an der Kapitalerhöhung beteiligt.

Wie sieht der weitere Zeitplan aus?

Auf der Hauptversammlung müssen zunächst die entsprechenden Beschlüsse gefasst werden und schließlich erwartet die Europäische Union bis Anfang des kommenden Jahres einen Sanierungsplan.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat gesagt, er löst das Problem Bankgesellschaft. Können Sie zum Wahltermin tatsächlich sagen, das Problem ist gelöst?

Das Land Berlin hat gemeinsam mit der Bank Schritte in die richtige Richtung getan. Die Kapitalzuführung und das Restrukturierungskonzept sind zwei sehr wichtige Bausteine für eine Lösung. Das wir noch weiterkommen wollen ist klar.

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