Wirtschaft : Bankgesellschaft Berlin: Konkrete Übernahmeangebote sind rar

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Beherrschendes Thema auf der Versammlung der Anteilseigner werden die Eigentumsverhältnisse bei der Bankgesellschaft Berlin sein. Auch wenn darüber nicht abgestimmt werden wird. Verschiedene Modelle sind vorstellbar. Beteiligen sich das Land Berlin sowie die NordLB und Parion entsprechend ihren bisherigen Anteilen an der Kapitalerhöhung, ändert sich an dem Anteilsbesitz der Großaktionäre nichts. Trägt das Land Berlin die Kapitalerhöhung allein, steigt sein Aktienbesitz an dem Institut auf mehr als 90 Prozent. Berlin hat jedoch zu erkennen gegeben, dass es anschließend über einen Verkauf der Anteile nachdenkt. Als Käufer ist bisher nur die NordLB mit einer so genannten interessenwahrenden Offerte hervorgetreten. Aus dem Bereich der Sparkassenorganisation ist zwar grundsätzliches Interesse an der Übernahme des Privatkundengeschäft bekundet worden. Ein konkretes Angebot liegt aber bisher nicht vor. Offenbar gelingt es dem Präsidenten des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes (DSGV), Dietrich Hoppenstedt, nicht, die Landesorganisationen der Sparkassen, die das notwendige Geld aufbringen müssen, von dem Einstieg zu begeistern. Interesse an einer Übernahme von mindestens 75 Prozent der Anteile an der Bankgesellschaft hat ferner eine Gruppe um den US-Investor Christopher Flowers geäußert. Auch in diesem Falle liegt noch kein konkretes Angebot vor, Gespräche wurden jedoch bereits geführt. Ob Flowers seinen Einstieg an Bedingungen knüpft, wollte Berlins Finanzsenatorin nicht sagen. Sie sieht sich jedoch in einer starken Position. Es werde noch mit weiteren Interessenten gesprochen, heißt es.

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