Wirtschaft : Bankgesellschaft Berlin: Stellenabbau wegen Bankenkrise

Berlins Finanzsenator Peter Kurth (CDU) zufolge wird die Sanierung der angeschlagenen Bankgesellschaft auch Arbeitsplätze bei der Bank kosten. "Das bedeutet auch Personalabbau", sagte Aufsichtsrats-Mitglied Kurth der "Berliner Zeitung" zu den Sanierungsplänen für die mehrheitlich landeseigene Bankgesellschaft. Eine Größenordnung des Personalabbaus nannte er nicht. Zugleich gestand Kurth ein, dass der Konzern bei der Umsetzung seines laufenden Abbaus von 1600 Stellen noch nicht weit gekommen sei. "Wir sind hier nicht im Zeitplan", sagte der Senator.

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Ted:
Sind Neuwahlen fällig? Beim geplanten Umbau der Bank werde künftig das so genannte Retail-Geschäft mit privaten Kunden und kleinen Firmenkunden unter dem Dach der Bankgesellschaft-Tochter Landesbank Berlin das Kerngeschäft bilden. Daneben werde das Geschäft für gewerbliche Immobilienfinanzierungen sowie das Geschäft mit großen Firmen- und Kapitalmarktkunden neu geordnet. Die Verantwortung für riskante Kreditengagements, die die Bankgesellschaft in Schwierigkeit gebracht hatten und die bisher bei den Teilbanken lag, solle künftig gebündelt werden. "Bislang haben die Teilbanken die Verantwortung für die riskanten Kredit-Engagements. Wir wollen diese Kreditgeschäfte, die sich in einem problematischen Status befinden, nun gebündelt betreuen", sagte Kurth.

Bank-Chef Wolfgang Rupf genießt nach Kurths Worten trotz der großen Probleme des Instituts weiterhin das Vertrauen des Senats. "Der gesamte Senat setzt jetzt auf personelle Kontinuität", sagte Kurth.

Die Berliner Grünen-Bundestagsabgeordnete Franziska Eichstädt-Bohlig sagte dem gleichen Sender, sie verstehe nicht, dass Bank-Chef Rupf weiter im Amt sei. Wie das gehe, "möchte ich auch gerne wissen", sagte sie und forderte indirekt Rupfs Entlassung.

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