Wirtschaft : Bankgesellschaft Berlin: Zwei neue Aufsichtsräte

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Zwei neue Aufsichtsräte der Bankgesellschaft Berlin stehen fest. Der Banker Ernst-Otto Sandvoß sowie der Berater Thomas Dobkowitz werden bereits an der nächsten Sitzung des Kontrollgremiums am kommenden Sonntag teilnehmen. Dies bestätigte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Sibyll Klotz, dem Tagesspiegel. Die Entscheidung über die Neubesetzung fiel auf der Senatssitzung am Dienstag. Für die beiden neuen Mitglieder scheiden Ex-Bahn-Chef Heinz Dürr sowie Haniel-Vorstandschef Dieter Schadt aus dem Gremium aus. Sandvoß war bis Mitte 1999 Vorstandschef der DGZ-Deka Bank. Bei der Investmentgruppe der Sparkassen schied er aus Altersgründen aus. Thomas Dobkowitz gelangt auf Initiative der Grünen in den Aufsichtsrat. Er habe sich als Berater bei Andersen Consulting Excenter qualifiziert. Dobkowitz ist Mitglied der "Scholz-Kommission", die Vorschläge zur Reform der Berliner Verwaltung erarbeitet und zuletzt die Auflösung der Investitionsbank Berlin angeregt hat. Keiner der beiden wird den Vorsitz des Gremiums übernehmen. Diesen hat Dieter Feddersen inne. Der Rechtsanwalt gilt wegen umstrittener Auftragsvergaben der Bankgesellschaft an die eigene Kanzlei "White & Case Feddersen" als umstritten. Für seine Nachfolge ist der Ex-Vorstandschef der Landesbank Rheinland-Pfalz, Paul Wieandt, im Gespräch.

In Brüssel hieß es unterdessen am Dienstag, die EU-Kommission werde die vor allem vom Land Berlin zu tragende Vier-Milliarden-Mark-Kapitalerhöhung für die Bankgesellschaft vermutlich noch vor Beginn der Sommerpause, Ende Juli, genehmigen.

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