Wirtschaft : Bankgesellschaft beruhigt Mitarbeiter

BERLIN (dr).Die Bankgesellschaft Berlin versucht weiterhin die Wogen, die in jüngster Zeit entstanden sind, zu glätten und ihre Kunden sowie die Arbeitsnehmer zu beruhigen.Man sei zum Teil mißverstanden oder auch falsch interpretiert worden, meinte Vorstandssprecher Wolfgang Rupf am Freitag vor der Presse.Rupf stellte klar, daß der Personalabbau um 2000 Stellen auf den gesamten Konzern mit seinen rund 18 000 Mitarbeitern bezogen sei.Auch werde sich die Stellenstreichung über zwei bis drei Jahre hinziehen.Es gebe einen Interessenausgleich, der fortgeschrieben werde.Im Beisein des Betriebsrates bekräftigte der Vorstandssprecher, daß es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde.Seit Montag der vergangenen Woche, als Rupf die Risikovorsorge für den Konzern mit 838 Mill.DM netto angegeben hatte, was in etwa 915 Mill.DM brutto entspricht, seien im Konzern auch keine neuen, größeren Risiken bekannt geworden.

Zu Personalentscheidungen auf Vorstandsebene wollte sich Rupf nicht äußern, dies sei Sache des Aufsichtsrates.Ende November sollen hier Entscheidungen getroffen werden.Rupf bestätigte nur, daß sich ein Vorstandsmitglied der Berliner Bank "in Urlaub" befinde.

Weiterhin werde es den eigenständigen Marktauftritt der Sparkasse, die zur Landesbank gehört, und der Berliner Bank geben, auch wenn letztere vom 1.Januar 1999 an rechtlich gesehen ein Teil der Bankgesellschaft sein werde.Die Gefahr des Kannibalismus sieht der Vorstandssprecher nicht.Es werde keine Kampfkonditionen zwischen der Sparkasse und der Berliner Bank geben.Die Berliner Bank habe bei der eingeschlagenen Orientierung durchaus noch Potential, könne problemloser im Umland agieren und hoffe ihren Marktanteil noch steigern zu können.Die Frage ob Filialen geschlossen würden, beantwortete Rupf nur vage.Schon heute werde jede Filiale auf ihre Rentabilität überprüft und sicherlich werde die eine oder andere "Kleinstfiliale" aufgegeben.Im übrigen habe die Berliner Bank beim Großkundengeschäft keine Kundenverluste zu verzeichnen, die Zahl der gesamten Konten sei zwar gesunken, doch stelle sich hier die Frage, ob es sich nicht um Zweit- oder Drittverbindungen gehandelt habe.

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