Wirtschaft : Bankgesellschaft dementiert

Keine Verhandlungen mit der BHF-Bank / Aktien gestiegen

Berlin (mo).Die Bankgesellschaft Berlin hat Gerüchte, denenzufolge die Berliner eine Mehrheitsbeteiligung von 75 Prozent an der Berliner Handels- und Frankfurter Bank (BHF) übernehmen wollen, zurückgewiesen.In einer Erklärung vom Freitag heißt es, es werde weder mit der BHF-Bank noch mit den Großaktionären Verhandlungen geführt.Größter Anteilseigner der BHF-Bank ist mit einer Beteiligung von knapp 15,2 Prozent die Münchner Allianz-Versicherung, gefolgt von der DG Bank, die 9,6 Prozent hält.Der Rest befindet sich in Streubesitz.Etwa die Hälfte der inländischen Anteilsbesitzer sollen bei institutionellen Anlegern plaziert sein.Allein 15 Prozent wird von Investmentfonds verwaltet. In Berichten von Capital und Börsenzeitung war von Gesprächen zwischen BHF-Bank und Bankgesellschaft Berlin die Rede.Nach Informationen der Börsenzeitung sollen Gespräche mit Paketaktionären bereits stattgefunden haben.Bei einer Börsenkapitalisierung von 3,7 Mrd.DM würde das Paket knapp 2,8 Mrd.DM kosten.Wie Capital schreibt, seien die Berliner vor allem an dem zusätzlichen Know-How der Frankfurter im Firmenkundengeschäft interessiert.Die angeschlagene Berliner Bank solle sich künftig nur noch auf die Region konzentrieren.Die Bankgesellschaft Berlin ist grundsätzlich nicht gegen weitere Zukäufe.Allerdings richtet sich das Interesse dabei auf den Bereich Investmentbanking.Im Zuge einer anstehenden Neuordnung im gesamten deutschen Bankgewerbe kommt der Münchner Allianz eine entscheidende Bedeutung zu.Zu ihrem Banken-Beteiligungsportefeuille zählen die Bayerische Hypo-Bank und die Dresdner Bank mit jeweils knapp 23 Prozent, die Deutsche Bank mit fünf Prozent und die IKB Deutsche Industriekreditbank mit zwölf Prozent und die Bayerische Vereinsbank mit 2,6 Prozent.Die Börse reagierte auf die Meldungen mit einer Höherbewertung der BHF-Aktie.

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