Wirtschaft : Bankgesellschaft kündigt 50 Mitarbeitern

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Berlin Bis zu 50 Mitarbeiter der Bankgesellschaft Berlin erhalten zum Monatsende eine betriebsbedingte Kündigung. Dies geht aus einer internen Mitteilung der Bank vom Dienstag hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt. Betroffen sind vor allem eine „Reihe von Spezialistenfunktionen, überwiegend in den zentralen Einheiten“ der Bankgesellschaft und der Landesbank Berlin. Die Kündigungsschreiben werden an die betroffenen Mitarbeiter an diesem Mittwoch verschickt.

Man sei dem Ziel, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, „durch die Anstrengungen der letzten Wochen sehr nahe gekommen“, heißt es in der Mitteilung. 2004 waren ursprünglich 200 Arbeitskräfte von einer betriebsbedingten Kündigung bedroht. Viele Mitarbeiter nutzten aber offenbar freiwillige Maßnahmen wie Vorruhestands-, Teilzeit- und Altersteilzeitregelungen oder Aufhebungsverträge, sodass die Zahl der Kündigungen deutlich geringer ausfiel.

Insgesamt werden bei der Bankgesellschaft 2004 planmäßig rund 1100 Stellen abgebaut, um den Vorgaben des Ende 2001 von der EU genehmigten Sanierungsplans zu entsprechen. Der im Gegenzug für Landeshilfen in Milliardenhöhe gebilligte Plan sieht den Abbau von insgesamt 4000 Stellen bis 2006 vor. Ende Juni wies der Konzern 9892 Beschäftigte im Bankgeschäft aus.

„Jede Kündigung ist eine Kündigung zu viel“, sagte Joachim Tonndorf, Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi im Aufsichtsrat der Bankgesellschaft. „Nur“ 50 betriebsbedingte Kündigungen seien aber angesichts des gesamten Stellenabbaus seit 2002 „schon ein kleiner Erfolg“. Der Vorstand habe offenbar bei seiner Sitzung am Montag entschieden, bei den unteren Tarifgruppen auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Die vom EU-Sanierungsplan (Tonndorf: „Die Bibel der Bankgesellschaft“) vorgeschriebene Reduzierung der Personalkosten werde 2004 gelingen.mot

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