Wirtschaft : Bankgesellschaft mit zwei Mrd.engagiert

Asien-Aktivitäten realitv gering BERLIN (dr).Die Bankgesellschaft Berlin hat rund zwei Mrd.DM an die Länder in Südostasien ausgeliehen.Der größte Teil entfällt auf Südkorea.Rund 20 Prozent der Kredite sind bei Hermes abgesichert.Dies erklärte am Mittwoch Peter-Jörg Klein, Vorstandsmitglied bei der Berliner Bank und der Landesbank, auf Anfrage.Dabei handelt es sich überwiegend um kurzfristige Geldmarktgeschäfte unter Banken.Diese machten etwa 80 Prozent aus.Etwa zehn Prozent entfallen auf konkrete Projektfinanzierungen, etwa die geplante Hochbahn in Bangkok, ein Mobil-Telefon-Projekt in Indonesien sowie Kraftwerke in der Volksrepublik China und auf den Philipinen.Acht Mill.DM wurden wertberichtigt, als das Hongkonger Wertpapierhaus Peregrine zusammenbrach, Klein hofft jedoch darauf, daß die Bankgesellschaft mindestens 50 Prozent der Summe doch noch erhält.Der Konzern hat jedoch keine Kapitalbeteiligungen an Banken oder Investmenthäusern.Auch sonst gibt sich Klein optimistisch.Die Krise habe noch nicht auf die Volksrepublik China übergegriffen, aus Südkorea seien noch im Dezember 40 Mill.DM zurückgeflossen, und in Thailand werde das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr über dem in Deutschland liegen.Die Krise in Südostasien sei nur sehr schwer voraussehbar gewesen.Südkorea beispielsweise habe vom Internationalen Währungsfonds gute Noten bekommen.Erst im vergangenen Herbst seien von den Rating-Agenturen die ersten vorsichtigen Warnungen gekommen.Dennoch habe man bei der Bankgesellschaft schon Mitte 1997 damit begonnen, das Asienengagement abzubauen.Problematisch sei Indonesien wegen der politischen Struktur.

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